Implantate

Implantate sind künstliche Zahnwurzeln, die die natürliche Zahnwurzel eines fehlenden Zahnes ersetzen. Die Zahnimplantation wird eingesetzt, um fehlende oder noch zu ziehende Zähne zu ersetzen. Auf den Zahnimplantaten werden dann sogenannten Suprakonstruktionen wie Brücken oder Einzelkronen verankert.

Wie wird ein Zahnimplantat eingesetzt und aus was bestehen diese?

Implantate sind so genannte festsitzende Zahnersatzlösungen, weil sie die Funktion der Zahnwurzel übernehmen. Sie werden ähnlich wie kleine Schrauben direkt im Kieferknochen befestigt, verwachsen dort und bilden eine stabile Verankerung für Brücken, Kronen oder herausnehmbaren Zahnersatz.

Implantate sind ein optimaler Ersatz für die ursprüngliche Zahnwurzel und haben eine ganze Reihe von Vorteilen: Sie sind sehr stabil, entlasten den Kieferknochen und sie machen das Kauen leichter.

Einsetzen eines Implantates

Verwendetes Material für Zahnimplantate

Implantate bestehen entweder aus Titan oder Keramik, wobei Titan das am häufigsten verwendete Material ist. Titan hat eine hervorragende Biokompatibilität und wird vom körpereigenem Gewebe sehr gut angenommen.

Besteht eine Allergie, oder finden Sie die Vorstellung Metall im Mund zu haben als sehr unangenehm, können Sie sich für ein Keramikimplantat entscheiden. Diese metallfreie Variante für Implantate, besteht aus der hochfesten Keramik Zirkondioxid, welche besonders für den Einsatz in der Medizin und Zahnmedizin geeignet ist.

Aufbau eines Zahnimplantates

Implantate setzen sich meistens aus drei Komponenten zusammen. Dem Implantatkörper, dem Implantataufbau (Fachbegriff: Abutment) und der Implantatkrone. Man spricht bei dieser Variante von einem zweiteiligen Implantatsystem. Bei einem einteilgen Implantatsystem ist das Abutment (also der Implantataufbau) direkt im Implantatkörper eingearbeitet.

Der Implantatkörper

Der Implantatkörper bildet die Basis und wir als künstliche Zahnwurzel im Kieferknochen operativ implementiert. Nach einer Einheilungsphase kann dann der Implantataufbau und die Implantatkrone eingesetzt werden. Die Einheilung ist von Knochenqualität und individuellem Heilungsverlauf abhängig und wird im Oberkiefer mit ca. 4- 6 Monaten und im Unterkiefer mit ca. 3- 4 Monate angegeben.

Der Implantataufbau oder das Abutment

Das Abutment ist eine passgenaue Verbindung zwischen dem Implantatkörper und der Implantatkrone. Auf der einen Seite wird es mit dem Implantatkörper und auf der anderen mit der Implantatkrone verschraubt.

Die Implantatkrone

Damit ist der befestigte Zahnersatz gemeint, welcher in Verbindung mit einem Implantat auch Suprakonstruktion genannt wird. Implantatkronen sind meistens aus Gold, Titan oder Keramik gearbeitet. Besonders die hochpreisigen Keramikkronen gelten als sehr körperverträglich und können perfekt an die natürlichen Zähne angepasst werden.

Aufbau eines Zahnimplantates mit Implantatkoerper, Abutment und Supraconstruktion

Vor- und Nachteile von Zahnimplantaten

Zahnimplantat Kosten

Die Zahnimplantat Kosten mit denen der Patient rechnen sollte, beginnen bei unter 1.000 Euro und reichen bis über 4.000 Euro pro Implantat! Die Maßgeblichen Kostentreiber sind der individuelle Aufwand und das gewählte Material. Im Schnitt sollte der Patient mit einem Eigenanteil von 1.000 bis 1.500 Euro pro Implantat rechnen. Hier einige Beispiele:

Bei vielen Patienten muss  zunächst ein Knochenaufbau als Vorbereitung für ein Implantat vollzogen werden. Diese Kosten belaufen sich im Schnitt zwischen 400 und 1.500 Euro wofür die gesetzliche Krankenkasse nicht aufkommt! Das ist also immer eine komplette Eigenleistung. Das gilt übrigens auch für das Entfernen eines alten Implantates, wofür mit bis zu 100 Euro gerechnet werden sollte.

Implantate sind keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen, deswegen gibt es dafür auch keinen Zuschuss. Hier kann nur der gesetzliche Festzuschuss für Zahnersatz durch die GKV in Anspruch genommen werden.

Eine Implantat Behandlung mit Knochenaufbau kann sich sehr schnell auf mehrere tausend Euro summieren. Dafür einen Kredit aufnehmen oder das Ersparte plündern ist nicht sinnvoll. Wer schlau ist, sichert sich günstig mit einer privaten Zahnzusatzversicherung ab.

Die zwei besten Zahnzusatzversicherungen für Implantate im Vergleich

Wir stellen hier die zwei Testsieger Tarife vor, die auch durch Stiftung Warentest hervorragende Bewertungen erhalten haben. Beide Tarife haben je nach Situation des Patienten ihre Vorteile, bieten aber in Summe die beste Absicherung für eine Implantat Behandlung.

Deutsche Familienversicherung

Beispielrechnung

Implantat mit Suprakonstruktion (Krone) aus vollkeramisch verblendeten Gold

Honorar1.600,00 €
+Material & Labor1.400,00 €

Gesamtkosten3.000,00 €
-Festzuschuss GKV461,00 €

Eigenbeteiligung Patient
ohne Zahnzusatzversicherung
2.539,00 €
-Leistung der Zahnersatzversicherung
DFV - ZahnSchutz Exklusiv 100
2.539,00 €

Eigenbeteiligung Patient
mit Zahnzusatzversicherung
0,00 €

Die Bayerische

Beispielrechnung

Implantat mit Suprakonstruktion (Krone) aus vollkeramisch verblendeten Gold

Honorar1.600,00 €
+Material & Labor1.400,00 €

Gesamtkosten3.000,00 €
-Festzuschuss GKV461,00 €

Eigenbeteiligung Patient
ohne Zahnzusatzversicherung
2.539,00 €
-Leistung der Zahnersatzversicherung
Die Bayerische ZAHN Prestige
2.539,00 €

Eigenbeteiligung Patient
mit Zahnzusatzversicherung
0,00 €

Das sind die Top Tarife mit Komplettschutz für Implantate

Nachstehend finden Sie die 10 besten Premium-Versicherungen für Implantat Behandlungen: Tarifnamen, Erstattungssatz sowie die erreichte Gesamtnote im Test. (Beitragsberechnung: Alter des Versicherungsnehmers 30 Jahre)

Versicherung
und Tarif
Zahnbe-
handlung
Zahnersatz
(Implantate)
Begrenzung ab
Versicherungsbeginn
Beitrag
mit 30
Besonderheiten
Nürnberger Komfort 100 / Z100100%100%2.000 Euro 1-2 Jahr
4.000 Euro 1-4 Jahr
23,50 Euro200 Euro für Bleaching alle zwei Jahre
DFV ZahnSchutz Exklusive 100100%100%2.500 Euro 1-2 Jahr
5.000 Euro 1-4 Jahr
24,00 Eurofehlende Zähne können nicht versichert werden
Die Bayerische ZAHN Prestige100%100%2.500 Euro 1-2 Jahr
5.000 Euro 1-4 Jahr
25,00 Euro1 fehlender Zahn kann kostenfrei mitversichert werden
HALLESCHE GIGA.Dent100%100%3.000 Euro 1-2 Jahr
7.500 Euro 1-5 Jahr
23,90 Eurosehr geringe Leistung mit fehlenden Zähnen
ARAG Dent100100%100%3.000 Euro 1-2 Jahr
7.500 Euro 1-5 Jahr
37,36 Eurosehr hoher Risikozuschlag für fehlende Zähne
DKV KDTP100+KDBE100%100%1.200 Euro 1-2 Jahr
1.800 Euro 1-3 Jahr
34,65 Eurokürzeste Summenbegrenzung von 25 bis 36 Monaten
HanseMerkur EZL100%100%2.000 Euro 1-2 Jahr
4.000 Euro 1-4 Jahr
30,85 EuroBegrenzung der Anzahl für Implantate auf 10 Stück
UKV ZahnPrivat Premium90%90%2.700 Euro 1-2 Jahr
8.100 Euro 1-4 Jahr
26,85 Eurohöchste Leistungen ab Versicherungsbeginn
ERGO Direkt ZAB+ZAE+ZBB+ZBE90%90%2.000 Euro 1-2 Jahr
4.000 Euro 1-4 Jahr
22,10 Eurosehr gute Leistungen nach der Begrenzungszeit

Wie Sie sehen, sind die Beiträge für die genannten Premium-Zahnzusatzversicherungen trotz durchgängiger Komplettabsicherungen bei der Implantat-Versorgung teilweise sehr unterschiedlich. Detaillierte Informationen zu den Leistungen der dargestellten Tarife finden Sie auf den verlinkten Tarifseiten.

Fragen zu Zahnimplantaten

Alternativen für Implantate

Fehlende Zähne können auf unterschiedliche Weise ersetzt werden. Deshalb sollte man gut abwägen, was für den jeweiligen Patient die optimale Lösung ist. Hier spielen nicht nur funktionelle, sondern auch ästhetische Aspekte eine Rolle. Neben der Ästhetik geht es auch um das Kauen und Sprechen sowie um die Pflege des Zahnersatzes. Ein Implantat ist die hochwertigste und flexibelste Form von Zahnersatz. Es gibt aber auch andere, durchaus übliche Lösungen, um eine Zahnlücke zu schließen:

Zahnbrücken

Eine Alternative für den Einsatz von Implantaten sind Zahn Brücken. Auch sie sind letztlich hochwertiger Zahnersatz, haben aber auch Nachteile: Für sie nutzt der Zahnarzt die beiden benachbarten Zähne praktisch als „Pfeiler“. Aus diesem Grund funktionieren sie nur für Zahnlücken (1 bis maximal 3 Zähne), bei denen zwei intakte Nachbarzähne existieren. Die Nachbarzähne müssen zur Befestigung der Prothese abgeschliffen werden, wodurch letztlich ein gesunder Zahn zerstört wird.

Herausnehmbare Prothesen

Herausnehmbare Total- oder Teilprothesen (komplette Zahnreihe oder nur ein Teil davon) sind relativ günstig. Allerdings verursachen sie auch oft funktionelle Probleme, etwa beim Sprechen oder Kauen. Es kann zu Druckstellen kommen und durch die fehlende Belastung des Kiefers wird der Knochen langsam abgebaut. Zudem werden bei Teilprothesen häufig Klammerprothesen eingesetzt, welche meist ästhetisch unschön von Außen sichtbar sind. Es gibt auch Klammer-freie Prothesen, diese sind aber teuer.