Richtig Zähne putzen für die perfekte Mundhygiene

Richtig Zähne putzen

Jeder hat es schon erlebt: Nach dem Essen hängen Speisereste zwischen den Zähnen und nicht immer hat man gleich Gelegenheit die Zähne zu putzen. Zahnärzte sagen: Das ist auch nicht unbedingt nötig! Zwei Mal am Tag ist aber der Griff zur Zahnbürste unverzichtbar.

Erstens Morgens nach dem Frühstück und zweitens Abends vor dem Schlafengehen. Am Abend sollte man für das Zähneputzen mehr Zeit einplanen, um schädliche Bakterien gründlich zu entfernen, die sich am Tag an den Zähnen angesammelt haben. Zwei Grundlagen sollte man dabei verinnerlichen: das Zahnfleisch darf nicht verletzt werden und die Zähne müssen rundum möglichst sauber werden.

Vorsicht bei harten Zahnbürsten!

Für das tägliche Zähneputzen gibt es weiche, mittelharte und harte Zahnbürsten. Welche die richtige Zahnbürste ist, ist von Person zu Person verschieden, da jeder seine eigene Technik für das Putzen der Zähne entwickelt bzw. jeder anders empfindlich ist. Bei harten Bürsten sollte man aber Vorsicht walten lassen, da sie bei Personen mit empfindlichen Zähnen und Zahnfleisch zu Schäden führen können. Wer zum Beispiel zehnmal täglich mit einer harten Zahnbürste putzt, der reibt den Zahnschmelz ab und schadet damit seinen Zähnen.

Bei weichen Zahnbürsten nutzen sich die Borsten schneller ab, weshalb diese öfter ausgewechselt werden müssen. Dafür sind sie aber schonender für das Zahnfleisch. Fragen Sie einfach Ihren Zahnarzt, welche Bürste für Sie ideal wäre, er kann es am besten einschätzen.

Von Vorteil kann auch eine elektrische Zahnbürste sein, da sie eine effektive Reinigung stark erleichtert. Eine elektrische Zahnbürste reinigt schonender (Zahnfleisch) und gründlicher. Wechseln Sie den Bürstenkopf, sobald er stark ausfranst. Reinigen Sie die Bürstenköpfe nach dem Putzen gründlich und verwahren Sie diese nicht in einem verschlossenen Behälter auf. So vermeiden Sie Feuchtigkeit, die ein Nährboden für Bakterien wäre.

Zähne reinigen mit Interdentalbürste

Eine eigene Bürste für die Zahnzwischenräume

Ein besonderes Augenmerk sollte man auf die Räume zwischen den Zähnen legen! Gerade in den Zahnzwischenräumen siedeln sich viele krankmachende Keime an und deswegen ist es besonders wichtig, hier gründlich zu reinigen. Um die Verunreinigung zu beseitigen, nutzt man neben der regulären Zahnbürste am besten eine Interdentalbürste. Diese reinigt zwischen den Zähnen gründlicher als Zahnseide.

Interdentalbürsten werden in verschiedenen Größen angeboten. Auch hier könnte der Patient seinen Zahnarzt um Rat bitten, welche Bürstengröße für seine Zähne am besten geeignet ist. Die eine richtige Technik für die Reinigung mit Interdentalbürsten, gibt es nicht. Wichtig ist, dass alle Zahnzwischenräume gründlich gereinigt werden.

Putzen mit System von Rot nach Weiß

Bis jetzt wurde von Zahnärzten immer das System mit einer geraden oder kreisenden Bewegung der Zahnbürste von rot nach weiß empfohlen. Neueren Erkenntnissen nach, favorisiert man die sogenannte Rütteltechnik. Dabei wird die Zahnbürste im 45-Grad-Winkel am Zahnfleischrand aufgesetzt und leicht gerüttelt. Ziel des Rüttelns, ist die Lockerung von Zahnbelägen am Zahnfleischsaum. Die Zahnbürste wandert nun bei sanftem Druck von rot nach weiß, also vom Zahnfleisch in Richtung Zähne.

Welches System Sie auch immer anwenden, wichtig ist ein gleichmäßiges Vorgehen bei allen Zähnen. Am besten erst die schwierigen Stellen, wie die Außenseiten des Oberkiefers und die Innenseiten des Unterkiefers. Zum Schluss die restlichen Stellen und die Kauflächen.

Fluorid der Zahnpasta und Zungenreinigung

Zahnärzte empfehlen die Zähne mindestens drei Minuten mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta zu putzen. Fluoride sind der wichtigster Bestandteil der Zahnpasta. Sie festigen durch Auftragung beim Zähneputzen den Zahnschmelz und schützen die Zähne vor Karies.

Bei einer perfekten Mundhygiene ist auch eine Zungenreinigung durchzuführen. Normalerweise reinigt sich die Zunge durch eine abwechslungsreiche Ernährung von selbst. Dennoch raten Zahnärzte den Zungengrund dreimal in der Woche mit einem Zungenreiniger zu behandeln. Auch auf der Zunge können sich krank machende Keimen ansammeln und diese gilt es zu beseitigen. Nutzen Sie dazu einen im Handel erhältlichen Zungenreiniger. Bei vielen Zahnbürsten (außer elektrische) ist ein Zungenreiniger auf der gegenüberliegenden Seite der Borsten bereits integriert.

Mundwasser oder medizinische Mundspülungen

Zuerst gilt es zwischen einer medizinischen Mundspülung oder einem Mundwasser zu unterscheiden! Die tolle Werbung auf der Verpackung verspricht eine gute Wirkung gegen Karies und Zahnfleischerkrankung. Wissenschaftlich erwiesen sind diese Effekte leider nicht.

Bei medizinischen Mundspüllösungen, handelt es sich meistens um apothekenpflichtige Arzneimittel. Diese Lösungen enthalten einen bakterienreduzierenden Wirkstoff und werden nach Operationen oder bei einer Parodontitis-Behandlung angewendet. Medizinische Mundspüllösungen haben also definitiv einen antibakteriellen Effekt, sind aber nicht für eine dauernde Anwendung geeignet!

Wie kann die Mundhygiene bei Kindern unterstützt werden?

Ihre Kinder wissen meist nicht, wie man richtig oder falsch Zähne putzt und schauen sich bei Gleichaltrigen schnell falsche Zahnputzmethoden ab. Wie schaffen Sie es, dass Ihre Kinder gut Zähne putzen?

  • Nehmen Sie sich Zeit, Ihren Kindern zu erklären, wie man richtig Zähne putzt. Üben Sie gemeinsam und belohnen Sie richtiges Zähne putzen. Putzen Sie gemeinsam mit Ihren Kindern die Zähne.
  • Das Reinigen der Zahnzwischenräume mit Zahnsticks und täglich mehrfaches Spülen sind auch für Kinder Pflichtprogramm.
  • Einmal eine Füllung ohne Schmerzmittel zu setzen ist kein gutes Mittel. Leider denken viele Eltern, dass die Schmerzen dazu führen, dass Kinder besser putzen. Dies ist ein Irrtum, es führt zu Angst vor dem Zahnarzt und mangelnden Zahnarztbesuchen im Erwachsenenalter.
  • Bunte Zahnbürsten, ein schöner kindgerechter Becher für Zahnsticks, Zähneputzen als festes Ritual im Tagesablauf, Fotos beim Zähne putzen im Familienfotoalbum etc. sorgen dafür, dass Zähne putzen für Ihre Kinder genauso wie Essen und der Gang zum Kindergarten fest im Tagesablauf verankert und damit nicht vergessen wird.
  • Sollte es mal vergessen werden, holen Sie es nach und heben Sie damit hervor, dass Zähne putzen sehr wichtig ist.
  • Eine anschauliche Anleitung mit Bildern im Bad hilft ebenfalls.
  • Ein hübsches Täschchen mit Zahnbürste, Zahnpasta, Zahnsticks, kleinem Becher und kleinem Mundwasser für unterwegs hilft, die Mundhygiene auch auf Autofahrten und Co. fest einzuplanen.

Fazit

Morgens und abends die Zähne putzen, eine fluoridhaltige Zahnpasta anwenden, die Zahnzwischenräume und den Zungengrund reinigen. Wer auf diese Weise für eine gute Mundhygiene sorgt, tut viel, damit die Zähne und das Zahnfleisch gesund bleiben. Die jährliche Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt erspart man sich aber damit nicht.

Bei der zahnärztlichen Vorsorge werden außerdem noch Zahnfüllungen, Zahnersatz, Zahnfleisch und die Mundschleimhaut auf Tumore überprüft. Bedenken Sie bitte auch, dass sich trotz der besten Mundhygiene Zahnstein bilden kann. Eine Zahnbürste ist gegen Zahnstein machtlos, hier hilft nur eine von Zahnärzten empfohlene professionelle Zahnreinigung.

Viel Erfolg und stets gesunde Zähne wünschen wir Ihnen und Ihrer Familie.
Ihr Team von Test Zahnzusatzversicherung

Verfasst von Sonja Zajontz
am 27. Oktober 2018 unter Zahnpflege.