Parodontose bzw. Parodontitis

Parodontitis

Die Parodontitis ist eine chronische, bakteriell verursachte Entzündung des gesamten Zahnhalteapparates, also das die Zähne umgebende und stabilisierende Gewebe und den Knochen. Die Erkrankung beginnt schleichend. Zudem verursacht sie anfangs keine Schmerzen, weshalb sie oft erst spät erkannt wird. Bleibt sie lange Zeit unbehandelt, kann sie zu Lockerung und Verlust von Zähnen führen. Eine Parodontitis, umgangssprachlich auch oft Parodontose genannt, ist die Hauptursache für Zahnverlust bei Erwachsenen und kann weitreichende gesundheitliche Probleme zur Folge haben.

Was ist Parodontose bzw. Parodontitis?

Der Begriff Parodontose hat sich umgangssprachlich etabliert, der Begriff gilt jedoch als veraltet, die medizinisch korrekte Bezeichnung lautet Parodontitis. In der genauen Definition laut Zahnheilkunde besteht zwischen einer Parodontitis und einer Parodontose ein Unterschied, der in der Ursache der Erkrankung liegt.

Bei der Paradontose, auch Zahnbettschwund genannt, handelt es sich um eine Rückbildung des Zahnfleisches und Zahnhalteapparates, ohne dass sich Entzündungen zeigen. Bei der Parodontitis handelt es sich medizinisch gesehen um eine bakteriell verursachte, chronische Entzündung, die verschiedene Teile des Zahnhalteapparates befällt. Daher auch die Endung -ITIS, die immer für eine Entzündung steht.

Der Zahnhalteapparat (medizinisch: Parodont) besteht aus verschiedenen Teilen. Neben dem Zahnfleisch (Gingiva) und dem Kieferknochen sorgen vor allem feine Bindegewebsfasern für den Halt des Zahnes im Kiefer. Im gesundem Zustand sorgt er zudem dafür, dass keine Bakterien aus der Mundhöhle in den Körper eindringen können. Ist der Zahnhalteapparat entzündet, und bleibt dies unbehandelt, dann droht Zahnausfall.

Parodontitis gilt als Volkskrankheit und häufig sind auch schon junge Erwachsene betroffen. Laut der aktuellen deutschen Mundgesundheitsstudie haben ab einem Alter von 35 Jahren bereits 52 % der Menschen Parodontitis, bei den Senioren sind es ca. 90 %. Auch Jugendliche sind betroffen: Laut weiteren Studien leidet ca. jeder 7. der unter 30-Jährigen bereits unter der entzündlichen Erkrankung des Zahnbettes.

Symptome einer Parodontitis

Laut der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DG PARO) sollte man auf folgende Warnsignale achten:

  • Häufiges Zahnfleischbluten (beim Zähneputzen, aber auch spontan, z. B. beim Kauen)
  • Gerötetes und geschwollenes Zahnfleisch
  • Dauerhafter Mundgeruch und/oder unangenehmer Geschmack im Mund
  • Das Zahnfleisch zieht sich zurück, die Zähne erscheinen länger
  • Empfindliche Zähne (Zahnhälse)
  • Eiteraustritt aus den Zahnfleischtaschen
  • Zähne werden locker und können wandern.
Beobachten Sie eine Veränderung an Ihrem Zahnfleisch und/oder Ihren Zähnen? Derartige Symptome sollten Sie immer frühzeitig abklären lassen. Denn nur der Zahnarzt kann eine sichere Diagnose stellen und eine geeignete Behandlung beginnen, um weitere Schäden zu verhindern.

Das Anfangsstadium der Parodontitis

Eine Parodontitis verläuft am Anfang meistens unauffällig. Als erstes treten häufig Zahnfleischbluten bzw. eine Zahnfleischentzündung auf, die man häufig nicht bemerkt oder nicht richtig einordnen kann. Hat man z.B. geschwollenes, empfindliches oder blutendes Zahnfleisch, z.B. beim Essen oder Zähneputzen, dann ist möglicherweise bereits eine bakterielle Entzündung vorhanden. Als weitere Symptome gelten Zahnfleischrückgang und freiliegende Zahnhälse, so dass z.B. kalte oder heiße Speisen und Getränke für Schmerzen im Mund sorgen. Zahnbeläge, Zahnstein und Entzündungen verursachen meist einen unangenehmen Geschmack im Mund und Mundgeruch.

Die Ursachen einer Parodontitis

Von der Zahnfleischentzündung bis zur Parodontitis

Die Ursache der Krankheit ist eine ungebremste Kettenreaktion, die wie folgt abläuft:

  • Zahnbelag (Plaque) auf den Zahnoberflächen und in den Zahnzwischenräumen ist der Auslöser. Durch eine unzureichende Mundhygiene nimmt die Menge der Bakterien auf den Zähnen zu. Die festsitzenden Bakterien im Zahnbelag erzeugen Giftstoffe, welche in das Zahnfleisch gelangen. Die Beläge sind zunächst weich.
  • Werden die Zahnbeläge nicht regelmäßig und gründlich entfernt, verhärten sie sich und Zahnstein entsteht. Dieser macht die Zahnoberfläche rau und bietet einen idealen Nistplatz für Bakterien.
  • Um diese abzuwehren, reagiert der Körper zunächst mit einer Zahnfleischentzündung, der Gingivitis. Das Zahnfleisch kann nun auf Berührung oder auch spontan bluten. Die Zahnfleischentzündung verhindert oft über eine gewisse Zeit, dass die Bakterien weiter in das tiefer gelegene Gewebe eindringen.
  • Irgendwann aber hält diese Barriere den ständigen Angriffen der Bakterien nicht mehr stand. Die Entzündung weitet sich aus, die Haftung des Zahnfleisches am Zahn lässt nach, es kommt zu einem Zahnfleischrückgang. Die empfindlichen Zahnhälse werden freigelegt und Zahnfleischtaschen entstehen. Diese werden wiederum zur Nische für Bakterien.
  • Gleichzeitig gelangen die Bakterien immer weiter in das Gewebe, die Entzündung wird chronisch. Die Zahnfleischtaschen vergrößern sich mit der Zeit und erreichen den Kieferknochen. So überträgt sich die Entzündung auf den Kieferknochen, bzw. den Zahnhalteapparat. Eine Parodontitis entsteht.
  • Durch den permanenten Entzündungszustand werden allmählich der Kieferknochen und die Haltefasern der Zähne zerstört, so dass sich die Zähne lockern.
  • Eine unbehandelte Parodontitis führt beim Fortschreiten der Erkrankung zu einer irreversiblen Zerstörung des gesamten Zahnhalteapparates und somit letztlich zum Zahnausfall. Die Krankheit gilt als die Hauptursache für Zahnverlust bei Erwachsenen.
  • Außerdem kann eine Parodontitis Auswirkungen auf den gesamten Körper haben. Bakterien können in die Blutbahn gelangen, Entzündungsstoffe im Körper verteilen und dadurch Schäden an anderen Organen und Geweben verursachen. Bekannt ist, dass Parodontitis in Zusammenhang steht mit einer Vielzahl von allgemeinen Erkrankungen. Sie gilt u.a. als Risikofaktor für Herzerkrankungen, Rheuma und Diabetes.
Grundsätzlich gilt: Ohne Bakterien keine Parodontitis.

Die Ursache ist somit immer die Ansammlung von Bakterien in Form von Zahnbelägen (Plaque bzw. Biofilm). Ohne bakterielle Beläge kann weder eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) noch eine Parodontitis entstehen.

Risikofaktoren einer Parodontitis

Das Risiko, dass man eine Parodontitis bekommt ist individuell unterschiedlich. Ob und wie sich diese entwickelt und wie sie verläuft, wird laut Zahnmedizin von verschiedenen Faktoren bestimmt.

Eine wichtige Rolle spielen die Menge und Art der Bakterien, die im Mund vorhanden sind und wie stark die körpereigene Abwehr ist. Je zahlreicher und aggressiver die Bakterien sind und je schwächer das Immunsystem, desto früher und stärker tritt die Krankheit auf.

Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen:

  • Mangelnde Mundhygiene und Zahnstein. Dies sind die größten Risikofaktoren. Zahnbeläge und Zahnstein sind der Nährboden für die Bakterien, welche die Entzündungsreaktion auslösen.
  • Rauchen: Raucher/innen erkranken deutlich häufiger an Parodontitis bzw. Parodontose als Nichtraucher/innen. Der Grund: Nikotin und andere Bestandteile des Tabakrauchs verringern die körpereigenen Abwehrkräfte und beeinträchtigen die Durchblutung im Mund und im Zahnhalteapparat. Da Rauchen die Gefäße verengt, wird das Zahnfleischbluten als typisches Symptom unterdrückt und die Erkrankung ist noch schwerer zu erkennen. Zugleich verzögert Rauchen die Wundheilung im Mund und verschlechtert damit die Erfolgsaussichten einer Parodontaltherapie.
  • Stoffwechselerkrankungen, wie zum Beispiel Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) haben erhebliche Auswirkungen auf die Mundgesundheit und verstärken das Erkrankungsrisiko.
  • Stress, blutdrucksenkende oder gefäßerweiternde Medikamente, eine geschwächte Immunabwehr, hormonelle Umstellungen (wie z.B. in der Schwangerschaft) oder eine unausgewogene Ernährung gelten als zusätzliche Risikofaktoren.
  • Die Wahrscheinlichkeit zu erkranken, kann durch eine erbliche Veranlagung erhöht sein. Laut Zahnmedizin spielen vor allem bei jüngeren Patienten/innen mit rasch fortschreitender Erkrankung genetische Faktoren eine größere Rolle.

Die Risikofaktoren für Parodontitis, die Sie selbst am stärksten beeinflussen können, sind Ihre individuelle Mundhygiene und das Rauchen.

Wie läuft eine Parodontitis Behandlung beim Zahnarzt ab?

Zahnärzte untersuchen zunächst, ob eine Parodontitis vorliegt:

Diagnose mittels PSI (Parodontaler Screening Index)

Mit einer Früherkennungsuntersuchung des Zahnfleisches, einer Parodontalen Grunduntersuchung und dem Parodontalen Screening Index (PSI), kann der Zahnarzt den Gesundheitszustand des Zahnhalteapparates schnell überprüfen. Diese Untersuchung dauert nur wenige Minuten und ist kaum spürbar.

  • Um den Index zu erheben, wird mit Hilfe einer stumpfen, zahnärztlichen Spezialsonde Zahn für Zahn der Zahnhalteapparat untersucht. Die Sonde hat eine spezielle Längenmarkierung und ein Ende in Form einer winzigen Halbkugel. Dadurch wird das Zahnfleisch vor Verletzungen geschützt, zudem hilft dies, kleine Rauigkeiten aufzuspüren.
  • Dabei achtet der Zahnarzt unter anderem darauf, ob es Zahnfleischtaschen gibt, wie tief diese sind, ob das Zahnfleisch bei Berührung blutet und ob es Zahnstein gibt.
  • Weil Parodontitis ja nicht im gesamten Mund vorkommen muss, wird das Gebiss bei der Untersuchung in sechs Bereiche (je drei pro Kiefer) unterteilt, die der Zahnarzt nacheinander prüft. Durch die Unterteilung in sechs Abschnitte lässt sich festhalten, wie gesund das Zahnfleisch an verschiedenen Stellen ist. Auch Verbesserungen oder Verschlechterungen der Zahnfleischgesundheit sind über die Zeit hinweg ersichtlich.
  • Die Ergebnisse fasst er im PSI Index zusammen: Es gibt vier Stufen. Bei PSI 1 und 2 liegt die Taschentiefe unter 3,5 Millimeter, bei PSI 2 kommen Zahnstein oder Beläge dazu, die gefährlich werden können. Bei einem PSI 3 besteht der Verdacht auf eine leichte bis mittelschwere Parodontitis Erkrankung, die Taschentiefen liegen zwischen 3,5 und 5,5 Millimeter. PSI 4 bedeutet eine mittelschwere bis schwere Form mit Taschentiefen über 5,5 Millimeter.

Besteht der Verdacht auf eine Parodontitis, veranlasst der Zahnarzt zusätzliche Röntgenbilder, um die Therapie weiter zu planen.

Gesetzlich Versicherte bekommen nach der Erhebung des PSI eine schriftliche Information zum Ergebnis der Untersuchung von der Zahnarztpraxis ausgehändigt. Man erhält gegebenenfalls auch weitere Erläuterungen zum Mundgesundheitsstatus sowie individuelle Empfehlungen zur Mundgesundheit und zur Verhütung von Zahnerkrankungen.

Gesetzlich Versicherte haben alle zwei Jahre einen Anspruch auf den Parodontalen Screening Index als Früherkennungsmaßnahme. Fragen Sie Ihren Zahnarzt nach diesem Test.

Diagnose einer Parodontitis mit dem Röntgenbild

Röntgenbilder gelten als unverzichtbar für die Diagnose. Mit Röntgenbildern können Zahnwurzeln und Knochen detailliert dargestellt werden, so kann der Zahnarzt das Ausmaß, den Schweregrad, die Komplexität und die Verteilung der Schädigung von Zähnen und Knochen erkennen und beurteilen.

Wichtig bei der Röntgendiagnose ist unter anderem, ob und in welcher Zeit ein Knochenabbau stattgefunden hat. Hier kommt u.a. der sogenannte Knochenabbauindex (KI) ins Spiel. Dies ist eine Kennzahl, die den prozentualen Knochenverlust mit dem Alter des Patienten in Relation setzt. Damit wird u.a. die Geschwindigkeit (Grading) beurteilt, mit der die Erkrankung fortschreitet. Risikofaktoren, wie z.B. Rauchen oder Diabetes werden für die Gesamtdiagnose mitberücksichtigt.

Die Parodontitis Therapie

Wichtig ist, dass die Erkrankung möglichst frühzeitig erkannt und behandelt wird. Dann ist Parodontitis gut behandelbar und der Krankheitsprozess kann zum Stillstand gebracht werden. Das Ziel der Parodontosebehandlung beim Zahnarzt ist es, möglichst alle Zähne zu erhalten und dafür zu sorgen, dass der erkrankte Zahnhalteapparat heilen kann.
Regelmäßige Zahnfleischkontrolle, eine wichtige Vorsorgeuntersuchungen zum Schutz vor Parodontose

Zunächst wird dafür gesorgt, dass sich die Erkrankung nicht weiter ausbreitet. Im Mittelpunkt der Therapien steht, alle krankheitserregenden Bakterien zu eliminieren und so die Entzündung einzudämmen. Dazu gehen Zahnärzte in mehreren Schritten vor:

Aufklärungs- und Therapiegespräch und individuelle Mundhygieneunterweisung

Der Patient wird allgemein über die Parodontitiserkrankung, über gesundheitsbewusstes Verhalten und über die Risikofaktoren (wie z. B. Rauchen und Diabetes) aufgeklärt.

  • Es wird erklärt, wie die Mundhygiene idealerweise aussehen sollte und wie man die häusliche Mund- und Zahnpflege so durchführt, dass man die bakteriellen Zahnbeläge selbst möglichst vollständig entfernt.
  • Neben der richtigen Zahnputztechnik gehört dazu auch der Gebrauch von Interdentalbürstchen und Zahnseide um die Zahnzwischenräume zu reinigen.
  • Außerdem werden Beläge in der Zahnarztpraxis entfernt und überstehende Füllungs- und Kronenränder beseitigt. Dazu sind je nach Schweregrad ggf. mehrere Termine notwendig. Durch die Hygienemaßnahmen wird die Bakterienmenge im Mund verringert und die Entzündungen gehen idealerweise bereits etwas zurück.

Antiinfektiöse Therapie

Dieses sogenannte geschlossene Vorgehen ähnelt einer professionellen Zahnreinigung. Weil es sich um eine bakterielle Entzündung handelt, werden die erkrankten Zahnfleischtaschen (mit einer Sondierungstiefe von 4 Millimeter und mehr), in denen sich ungehindert Bakterien und Speisereste sammeln, professionell vom Zahnarzt gereinigt.

Unter lokaler Betäubung werden dabei aller erreichbaren weichen und harten Beläge – Biofilm und Zahnstein – von den Wurzeloberflächen unterhalb des Zahnfleischsaumes (subgingival) entfernt. Dies soll die Entzündung im Zahnhalteapparat und in den Zahnfleischtaschen zum Abklingen bringen.

Von der geschlossenen Behandlung wird gesprochen, weil das Zahnfleisch nicht aufgeschnitten werden muss.

Falls notwendig: Chirurgische Therapie

Nach einigen Wochen wird das Zahnfleisch erneut beurteilt. Wenn die bisherige Behandlung nicht ausgereicht hat, um die Zahnfleischtaschen zu beseitigen, wird Ihnen Ihr Zahnarzt eine weiterführende Behandlung, eine chirurgische Therapie (sogenanntes offenes Vorgehen) vorschlagen.

Unter örtlicher Betäubung öffnet der Zahnarzt bei einem chirurgischen Eingriff die Zahnfleischtaschen und löst die Zahnfleischränder vom Zahn. Dann werden die Plaques und Ablagerungen sowie krankes Gewebe darunter entfernt. Auf diese Weise wird jeder Bakterienschlupfwinkel beseitigt. Dies ist besonders bei tiefen und schwer zugänglichen Zahnfleischtaschen (mit einer Sondierungstiefe von 6 Millimetern und mehr) nötig, weil die Zahnpflegeinstrumente nicht alle betroffenen Stellen erreichen.

Anschließend erhält der Patient für einige Tage Antibiotika, um die Entzündung zu bekämpfen. Nach der Behandlung zieht sich das Zahnfleisch zusammen und legt sich an die Zähne an. Der Verlauf wird kontrolliert und weitere Behandlungsschritte entsprechend geplant.

Nachsorge

Die Nachsorge wird auch „Unterstützende Parodontaltherapie (UPT)“ genannt. Ziel ist es, das erreichte Behandlungsergebnis aufrechtzuerhalten.

Gesetzlich Versicherte haben für zwei Jahre einen Anspruch auf diese sogenannte „strukturierte Nachsorge“ (zwischen ein- und dreimal pro Jahr), entsprechend dem individuellen Parodontitisrisiko und – ab dem zweiten Jahr – auf eine jährliche Untersuchung des Parodontalzustandes.

Wie oft die Nachsorge stattfindet richtet sich danach, mit welchem Schweregrad die Erkrankung zu Beginn der Behandlung eingestuft worden ist. Dabei werden Zähne und Zahnfleisch vom Zahnarzt kontrolliert, die Tiefe der Zahnfleischtaschen gemessen und Beläge entfernt (Zahnreinigung). Je nach Taschentiefen erfolgt ggf. eine Nachbehandlung.

Zur Unterstützung gehören auch Empfehlungen für die tägliche Mundhygiene mit ggf. weiterer Aufklärung und Unterstützung.

Für den Erfolg der Parodontitisbehandlung ist die Mitarbeit des Patienten von entscheidender Bedeutung. Daher sollte man alle Behandlungs- und Nachsorgetermine unbedingt wahrnehmen.

Welche Behandlungskosten für Parodontitis übernimmt die gesetzliche Krankenkasse?

Die reinen Behandlungskosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen (GKV) übernommen. Die Kostenübernahme muss vor dem Start der Behandlung über einen Antrag bzw. Heil- und Kostenplan von der Kasse genehmigt werden. Behandlungsbedürftig gilt eine Parodontitis ab einer Zahnfleischtaschentiefe von 4,0 Millimetern oder mehr. Folgende Kosten werden dabei von den gesetzlichen Kassen übernommen:

  • Befundaufnahme und Antragstellung bei der Krankenkasse.
  • Röntgendiagnostik zur genauen Abklärung des Kiefer- und Knochenzustands.
  • Falls notwendig, eine Modellerstellung des Kiefers.
  • parodontologisches Aufklärungs- und Therapiegespräch, individuelle Mundhygieneunterweisung
  • Notwendige, lokale Betäubungen.
  • Antiinfektiöse Therapie (Geschlossenes Vorgehen) in Form der Zahnsteinentfernung von den Zahnflächen, unterhalb des Zahnfleischsaums, in den Zahnfleischtaschen sowie einer Wurzelglättung.
  • Chirurgische Therapie (Offenes Vorgehen) bei besonders tiefen Zahnfleischtaschen, wenn die geschlossene Therapie nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat.
  • Medikamentöse Behandlung mit Antibiotika, lokale Mundschleimhautbehandlung (Salben, Spülungen) des Zahnarztes.
  • Erneute Befundung nach 3-6 Monaten.
  • Nachbehandlung „Unterstützende Parodontaltherapie (UPT) “: Dauer: Bis zu zwei Jahre nach Abschluss der Behandlung. Häufigkeit: Ein- bis dreimal pro Jahr. Die Nachsorge kann bei Bedarf verlängert werden, meist um sechs Monate.

Seit dem 01.07.2021 gilt die neue Richtlinie zur systematischen Behandlung von Parodontitis und anderer Parodontalerkrankungen (PAR-Richtlinie), welche die Behandlungsschritte zur Parodontitis in der vertragszahnärztlichen Versorgung regelt. Verbessert wurde dabei u. a. auch, dass die Vor- und Nachbehandlung (Unterstützende Parodontaltherapie) zur Kassenleistung gehört. Dies ist für Zahnärzte/innen mit Kassenzulassung verpflichtend.

Welche Kosten muss man bei Parodontitis selbst tragen?

Im Zusammenhang mit einer Parodontitiserkrankung können viele Kosten entstehen, die nicht oder nur zum Teil von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden.

Kosten für Zahnverlust und Knochenaufbau nach Parodontose

Kommt es zu Zahnverlust durch Parodontitis ist häufig ein Knochenaufbau notwendig, da sich der Knochen ohne Belastung zurückbildet. Denn der Knochen wird durch die Zug- und Druckkräfte beim Mahlen der Zähne gestärkt. Die Kassenleistung der gesetzlichen Kassen beinhaltet lediglich die Kosten der beschriebenen Therapie gemäß Kassenrichtlinie.

Alle Maßnahmen (Prophylaxe), die verhindern sollen, dass es zu einer Parodontitiserkrankung kommt, sowie alle langfristigen Nachbehandlungen inklusive der regenerativen Dentalchirurgie müssen Sie selbst tragen!

Private Zahnzusatzversicherungen können Betroffenen dabei eine gute finanzielle Unterstützung geben. Dazu gehört sowohl die Finanzierung von eventuell notwendigem Zahnersatz mithilfe von Brücken oder Implantaten, als auch der Wiederaufbau des Kieferknochens.

Kosten für die professionelle Zahnreinigung

Auch nach Abschluss der Parodontitistherapie ist es ratsam, in kurzen Abständen eine professionelle Zahnreinigung durch den Zahnarzt durchführen zu lassen. Das kann zwischen zwei- bis viermal pro Jahr notwendig sein. In der Regel müssen betroffene Patienten diese Kosten selbst tragen. Gute Zahnzusatzversicherungen übernehmen die Kosten einer professionellen Zahnreinigung zu 100 Prozent.

Laserbehandlung

Laserbehandlungen gehören zur modernen Parodontitistherapie. Sie sind keine Kassenleistungen und müssen privat nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) bezahlt werden. Durch das Laserlicht werden Bakterien bei der Behandlung abgetötet. Hierfür werden durch den Zahnarzt die Parodontose-Bakterien in der Zahnfleischtasche vor der Behandlung mit einem speziellen Farbstoff eingefärbt. Diese werden anschließend durch die Absorption der Lichtenergie des Lasers abgetötet. Das läuft nahezu schmerzfrei für den Patienten ab. Dabei wird nicht nur entzündetes Gewebe entfernt, die Laserstrahlen können auch Blutungen stoppen.

Hier müssen Sie mit Kosten bis zu 15 Euro pro Zahn rechnen. Das bedeutet, bei einer Parodontitis Behandlung des kompletten Gebisses kann dies ca. 400 Euro kosten.

Bakterientest: vor Behandlung und als Kontrolle

Diese werden durchgeführt, um für eine begleitende Antibiotikatherapie die entzündungsverursachenden Keime zu bestimmen.

Kosten: je nach Testverfahren ca. 65-100 Euro, diese werden privat abgerechnet.

Regenerative chirurgische Behandlungen

Daneben gibt es verschiedene Möglichkeiten für den Fall, dass die Parodontitis bereits Bindegewebe und Knochen angegriffen hat und ein Verlust des Zahns droht. Dazu gehören z.B. Verfahren zum Wiederaufbau von Zahnfleisch und Knochen, wie z.B. das Einbringen von speziellen Proteinen (z.B. Schmelz-Matrix-Protein Emdogain®) oder eine gesteuerte Knochenregeneration z.B. mit Knochenersatzmaterial. Kassenpatienten müssen dies selbst bezahlen.

Je nach Behandlung entstehen schnell Kosten von mehreren Hundert Euro/pro Zahn.

Kostenübernahme durch eine Zahnzusatzversicherung

Parodontitis Behandlungen sind in vielen Zahnzusatzversicherungen unter bestimmten Bedingungen inbegriffen. Entscheidend ist, ob diese vor einer entsprechenden Diagnose, während einer Behandlung oder nach einer Behandlung abgeschlossen wird.

Wer die Zahnzusatzversicherung vor Bekanntwerden einer Parodontitis abschließt, kann jeden Zahntarif wählen der diese Leistungen beinhaltet. Befinden oder befanden Sie sich in einer Behandlung, dann sollten Sie eine der folgenden Zahnversicherungen für Parodontose-, oder Folgebehandlungen wählen. Eine laufende Behandlung ist immer vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Sollten Sie zu diesem Thema Fragen haben, beraten wir Sie gerne per Email oder telefonisch.

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Welche Folgeerkrankungen können entstehen?

Wie erwähnt, gibt es Risikofaktoren für die Entstehung einer Parodontitis. Zusätzlich besteht ein noch bedeutenderes Risiko, durch eine Parodontitis eine andere Krankheit zu entwickeln.

Der Grund: Die an der Parodontitis beteiligten Bakterien können über die Blutzirkulation weitergetragen werden, so auch an anderen Stellen des Körpers schädlich wirken und damit ein hohes Risiko für die allgemeine Gesundheit darstellen.

Wissenschaftliche Untersuchungen konnten belegen: Die Erkrankung ist als Gefahr für das Auftreten bzw. die Verschlimmerung von durchaus lebensbedrohlichen Allgemeinerkrankungen anzusehen.

Parodontitis und Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall

Zwischen Parodontitis und Herz-Kreislauf-Erkrankungen besteht ein wissenschaftlich belegter Zusammenhang: Die freigesetzten Bakterien und Entzündungsprodukte können die Arterienverkalkung fördern und so Herzinfarkte oder Schlaganfälle begünstigen.

Das Schlaganfallrisiko (Hirnschlag) ist laut medizinischen Aussagen bei Patienten mit Parodontitis um das 2,8-fache erhöht.

Lungeninfektionen

Der Mundraum ist zugleich Eintrittspforte zu den Atemorganen. Daher können Bakterien aus dem Mund sehr schnell in die Atemwege gelangen und dort Infektionen hervorrufen. Bekannt ist z.B. ein Zusammenhang zwischen chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen (COPD) und parodontalen Keimen.

Das Risiko für Atemwegsinfektionen gilt bei Parodontitis um das 4,5-fache erhöht.

Diabetes mellitus

Schon seit Längerem ist bekannt, dass zwischen Parodontitis und Diabetes eine wechselseitige Verschlechterung besteht. Einerseits erhöht Diabetes das Risiko einer Parodontitiserkrankung. Andererseits hat diese negative Auswirkungen auf Diabetes. Es entstehen Schwierigkeiten den Blutzuckerspiegel einzustellen, weil der Körper durch die Entzündungen schlechter auf Insulin anspricht.

Parodontitis gefährdet die Schwangerschaft

Ein niedriges Geburtsgewicht, Frühgeburt und erhöhte Säuglingssterblichkeit sind bekannte Risiken parodontitiskranker Mütter.

Parodontitis und rheumatoide Arthritis

Studien haben gezeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen der Parodontitis und rheumatischen Erkrankungen gibt. Patienten mit einer Rheumatoiden Arthritis sind deutlich häufiger an einer Parodontitis erkrankt. Offenbar sind die Bakterien, die bei der Erkrankung eine Rolle spielen, mitverantwortlich für das Entstehen einer Entzündung im Gelenk. Laut Studien erhöht eine mittelschwere bis schwere Parodontitis bei Nichtrauchern das Risiko für eine Rheumatoide Arthritis um das 2,6-fache.

Ist Parodontitis ansteckend oder übertragbar?

Jeder Betroffene sollte sich darüber im Klaren sein, dass Parodontitis ansteckend ist.

Es ist eine bakteriell verursachte Infektionskrankheit, das haben wissenschaftliche Untersuchungen festgestellt. Zwar sind nicht alle Parodontitis Bakterien übertragbar, aber es kann zur Übertragung innerhalb einer Partnerschaft und von Eltern zu ihren Kindern kommen. Das geschieht zum Beispiel beim Küssen, durch Benutzung des gleichen Essbestecks oder derselben Zahnbürste – was generell vermieden werden sollte. Um andere nicht zu infizieren, sollten sich Erkrankte rücksichtsvoll verhalten und unbedingt Hygieneregeln einhalten.

Dennoch gilt: Nicht bei jedem Menschen, der bakteriell belastet ist, bricht die Erkrankung tatsächlich aus. Der Bakterienträger ist jedoch immer ansteckend, auch wenn Parodontitis bei ihm selbst nicht ausbricht. Ob dies der Fall ist, hängt von unterschiedlichen Risikofaktoren wie der Stärke des persönlichen Immunsystems, vom Rauchen, von Stress, Ernährung oder der Einnahme bestimmter Medikamente ab.

Familienmitglieder von Patienten mit Parodontaler Erkrankung (Parodontose bzw. Parodontitis) sollten sich deshalb ebenfalls einer Therapie unterziehen und ihre Zähne ständig kontrollieren lassen. Nur so kann eine Ansteckung verhindert werden.

Wie kann man einer Parodontitis vorbeugen?

Die drei wichtigsten Maßnahmen, um einer Parodontitis bzw. Parodontose vorzubeugen, sind eine konsequente, sorgfältige Mundhygiene, eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung sowie regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt.

Vorbeugung durch die richtige Mundhygiene

  • Die beste Therapie ist regelmäßiges Zähneputzen, das sorgt für eine gute Mundhygiene und wird mindestens zweimal täglich empfohlen. Um den Zahnschmelz nicht zu schädigen, sollten Sie erst eine halbe Stunde nach den Mahlzeiten putzen. Wichtig ist, die richtige Zahnputztechnik und die richtigen Hilfsmittel für Ihre individuellen Anforderungen zu finden. Nutzen Sie dazu Zahnbürsten mit weichen Borsten, um das Zahnfleisch nicht zu schädigen.

Regelmäßiges Zähneputzen beugt Parodontitis vor

  • Achten Sie besonders auf die Zahnzwischenräume, denn hier bilden sich bevorzugt schädliche Zahnbeläge. Reinigen Sie diese einmal täglich. Dazu eignen sich Zahnzwischenraumbürsten (Interdentalbürsten). Bei sehr engen Zwischenräumen Zahnseide verwenden. Zusätzlich Zungenschaber verwenden.
  • Besonders für Raucher ist es wichtig, auf eine gründliche Mundhygiene zu achten! Sie haben ein stark erhöhtes Risiko, an Parodontitis zu erkranken.
  • Hinweis: Zahnarztpraxen bieten ihren Patienten oftmals im Rahmen einer professionellen Zahnreinigung eine Anleitung zur richtigen häuslichen Mundhygiene bei Parodontitis. Als Kassenpatient müssen Sie dies selbst zahlen. Private Zahnzusatzversicherungen können die Kosten übernehmen.

Zahncremes und Mundspülungen

  • Nutzen Sie sanfte Parodontose Zahncremes.
    Das Maß für die abtragende (abrasive) Putzwirkung in Zahnpasta ist der Abrasionswert (RDA-Wert), der auf jeder Zahncreme vermerkt ist. Je niedriger der Wert ist, desto weniger abrasiv ist die Zahnpasta, desto mehr wird der Zahn geschont. Empfohlen wird bei Parodontitis bzw. Parodontose eine Zahncreme mit einem niedrigen RDA-Wert zwischen 30 – 60. Der Anteil an Putzkörpern zur Zahnbelagsentfernung ist damit sehr gering, so können das Zahnfleisch und freiliegende Zahnhälse geschont werden.
  • Verwenden Sie zur Zahnpflege bei Parodontitis bzw. Parodontose Zahnpasta mit desinfizierenden Wirkstoffen, um die Bakterien im Mund zu reduzieren.
    Fluoridhaltige Zahnpasta unterstützt die Zahnpflege, denn sie härtet den Zahnschmelz, wirkt zugleich desinfizierend und hemmt das Bakterienwachstum.
  • Ätherische Öle und Kräuterextrakte wie Salbei, Kamille und Minze wirken Entzündungen entgegen und können die Heilung unterstützen.
    Sollte zusätzlich eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) vorliegen, können Zahncremes mit adstringierender (lat. für zusammenziehend und damit auf die Mundschleimhaut austrocknende, blutstillende) Wirkung verwendet werden. Fragen Sie im Zweifel Ihren Zahnarzt/in bzw. Dentalhygienexperten/in, welche Zahncreme in Ihrem Fall zu empfehlen ist.
  • Nicht zu unterschätzen ist die positive Wirkung von Mundspülungen.
    Im Gegensatz zum klassischen Mundwasser, das nur für frischen Atem sorgt, können medizinische Mundspüllösungen (z.B. Chlorhexidin) antibakteriell wirken und somit Zahnfleischentzündungen reduzieren. Sie sind selbstverständlich kein Ersatz für die Zahnbürste, aber sie haben Potenzial, Bakterien in den Mundnischen zu verringern und erneuter Plaquebildung vorzubeugen.

Parodontitis Hausmittel

Als Hausmittel bei parodontalen Erkrankungen werden unter anderem genannt:

  • Mundspülungen mit Salzwasser oder Heilpflanzen-Auszügen. Eine entzündungshemmende Wirkung haben bspw. Salbei, Kamille, Teebaumöl und Ingwer.
  • Ölkur: Eine begleitende Behandlung z.B. mit Schwarzkümmelöl kann die zahnärztliche Behandlung unterstützen.
  • Xylit: Dies ist ein Zuckeraustauschstoff, der den Stoffwechsel schädlicher Bakterien im Mundraum hemmt und die Bildung von Biofilmen auf der Zahnoberfläche reduziert. Damit kann Xylit die zahnärztliche Behandlung bei Parodontitis unterstützen. Xylit wird als Bestandteil von Zahnpflegekaugummis verwendet, zudem ist es als Mundgel und als wasserlösliches Pulver für Mundspülungen erhältlich.

Hausmittel können nur unterstützend wirken, eine zahnärztliche Behandlung ist bei Parodontitis bzw. Parodontose in jedem Fall erforderlich.

Ausgewogene Ernährung für gesundes Zahnfleisch

Zahlreiche Studien belegen, dass eine ausgewogene Ernährung von besonderer Bedeutung ist, um eine Parodontitis zu vermeiden. Antioxidantien, wie die Vitamine C und E, sowie Omega 3 Fettsäuren, Vitamin A und Folsäure spielen dabei eine wichtige Rolle. Wichtig ist der Verzehr von viel frischem Obst und Gemüse, hilfreich ist der Verzicht auf raffiniertem Zucker, Getreide oder extremen Fleischkonsum.

Trinken Sie am Tag 1-2 Liter Mineralwasser, wer kein Wasser mag kann ungesüßten Tee verwenden. Verwenden Sie nach eigenem Geschmack, naturbelassene oder probiotische Milch und Sauermilchprodukte. Statt Getreide wären Vollkornprodukte wie Hafer oder Hirse von Vorteil.

Über den Tag sollten Sie idealerweise 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst verteilen. Für eine ausgewogene Versorgung an Vitaminen können pro Woche 1 x Seefisch oder Fettfisch (Omega 3 Fettsäuren), hochwertige Öle (Oliven, Walnuss oder Leinsamen) und Kerne (Nüsse, Kürbiskerne, Sesam) dienen.

Vorbeugung durch regelmäßigen Zahnarzt Besuch

Gehen Sie regelmäßig jedes halbe Jahr zur zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchung. Nur so kann eine Parodontitis frühzeitig erkannt werden. Vorbeugend sollten Sie ein- bis zweimal jährlich eine professionelle Zahnreinigung durchführen lassen.

Dies ist leider keine Kassenleistung, von einer guten Zahnzusatzversicherung werden die Kosten zweimal pro Jahr übernommen. Dabei werden festsitzende Bakterienbeläge (Plaque) sorgfältig entfernt. In den meisten Fällen kann so das Entstehen einer parodontalen Erkrankung vermieden werden.

 

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Verfasst von Jakobine Mayer
am 8. Juli 2022 unter Zahnbehandlung.