Wir haben den Focus-Money-Zahnzusatzversicherungs-Test 2016 unter die Lupe genommen. In Zeiten sinkender Festzuschüsse von der gesetzlichen Krankenversicherung werden solche privaten Krankenzusatzversicherungen immer wichtiger.
Focus-Money-Zahnzusatzversicherungs-Test 2016
Ein schönes Lächeln kann ohne Zahnzusatzversicherung sehr teuer werden
Acht von zehn Deutschen finden ein schönes Lächeln mit gut aussehenden Zähnen sehr wichtig. Ein gesunder Zahnzustand wird von vielen als Visitenkarte angesehen. Nicht wenige Patienten sagen, dass sie für eine teure Zahnbehandlung sogar auf einen Urlaub oder eine andere große Anschaffung verzichten würden.
Besonders die Kosten für hochwertigen Zahnersatz sind hoch. Die Materialien sind kostspielig – besonders lange haltbare und feste Kunststoffe, die zugleich gesundheitsverträglich sind, kosten den Patienten beim Zahnarzt richtig viel Geld. Aber auch die Arbeit des Zahnlabors ist ein teurer Spaß. Der fehlende Zahn muss richtig geformt werden und es muss eine farbliche Anpassung vorgenommen werden, so dass der neue Zahnersatz nicht auffällt.
Die gesetzliche Krankenversicherung leistet für die meisten Arten des Zahnersatzes nur auf dem Niveau einer Grundversorgung. Keramik und Kunststoffe werden nicht erstattet, ebenso leistet die GKV nur unter bestimmten Bedingungen für eine Überkronung oder ein Implantat. Zusatzkosten wie ein Kieferknochenaufbau oder eine professionelle Zahnreinigung zur Vermeidung von Infektionen bei einem chirurgischen Eingriff werden nicht erstattet.
Mit Bonusheft: Patienten ohne Zahnzusatzversicherung bleibt dennoch ein erheblicher Eigenanteil
Patienten der gesetzlichen Krankenversicherung zahlen in der Regel um die 700 Euro Eigenbehalt pro Jahr für zahnmedizinische Kosten. Patienten, die ihr Bonusheft beim Zahnarzt brav führen, also mindestens fünf Jahre in Folge beim Zahnarzt waren, können diesen Eigenanteil noch etwas senken. Ab zehn Jahren durchgehendem Bonusheft bekommt der Patient sogar noch einen höheren Zuschuss. Mehr als 30 % können damit aber auch nicht vom Eigenbehalt gespart werden. Es bleiben also immer noch 400 bis 500 Euro übrig.
Sobald außergewöhnliche Behandlungen, speziell Zahnersatz, fällig werden, wird es viel teurer. Die eben genannten Zahlen sind nur für den Durchschnitt gedacht – also Patienten mit relativ wenig Behandlungen und Gesamtkosten von rund 1.400 Euro pro Jahr. Sobald mehrere Implantate fällig werden, zum Beispiel nach einem Unfall, können schnell 2.000 EUR oder mehr Eigenbehalt fällig werden. Hier hilft eigentlich nur eine Zahnzusatzversicherung, wenn man keine unvorhergesehenen und großen Ausgaben fürchten möchte.
Viele in der gesetzlichen Krankenkasse versicherte Patienten haben mittlerweile eine Zahnzusatzversicherung als Zusatzpolice abgeschlossen. Oft bieten die Kassen hier direkt Anschlussbausteine an – jedoch empfiehlt es sich, auch auf dem freien Markt zu vergleichen.
Wie testet Focus Money die Zahnzusatzversicherungen?
Focus Money hat die Rating-Agentur Franke und Bornberg mit dem großen Zahnzusatzversicherungs-Test 2016 beauftragt. 38 Gesellschaften mit 202 Tarifkombinationen wurden detailliert untersucht und miteinander verglichen. In die Ergebnisse wurden vor allem Produkte mit guten Benotungen im Bereich Zahnersatz aufgenommen.
Ein umfangreicher Kriterienkatalog wurde aufgestellt. Für den Kunden optimale Regelungen wurden mit 100 % bewertet, für den Kunden sehr ungünstige Versicherungsbedingungen wurden mit 0 % bewertet. Je nach erreichter Prozentzahl wurden die Tarife dann mit einer abschließenden Gesamtnote bewertet.
Folgende Kategorien wurden anhand von Prozentzahlen einem Benchmarking unterzogen:
- Wieviel Prozent Erstattung gibt es für Zahnersatzkosten?
- Leistet die Zahnzusatzversicherung für Implantate?
- Leistet die Zahnzusatzversicherung für Inlays?
- Werden anders als in der GKV auch professionelle Zahnreinigungen übernommen?
- Wird auch dann bezahlt, wenn Kunststoffe bei Füllungen verwendet werden?
- Welche Wartezeit besteht bis zum ersten möglichen Leistungsfall?
- Gibt es finanzielle Begrenzungen und wie fallen diese aus? (Stichwort Leistungsstaffel bzw. Summenbegrenzung)
- Hat die jeweilige Zahnzusatzversicherung eine Mindestvertragslaufzeit?
- Wie hoch fallen die Beiträge bis zum 80. Lebensjahr durchschnittlich aus?
Wir stellen Ihnen die besten Tarife im Focus-Money-Zahnzusatzversicherungs-Test 2016 vor
Sechs Tarife schnitten mit der Note 1,0 und damit mit der besten Bewertung ab. In den Bereichen Zahnbehandlung und Zahnersatz erhielten die Stuttgarter, die Bayerische, DFV, DKV, AXA und die Ergo jeweils ein Triple-F als Rating – die maximal erreichbare Note. Somit lauten die sechs Top-Tarife des Focus-Money-Zahnzusatzversicherungs-Tests 2016:
- AXA Dent Premium-U
- ERGO Direkt ZBB, ZAB, ZAE
- DKV KDT85, KDBE
- Stuttgarter ZahnPremium
- DFV Zahnschutz Exklusiv 100
- Die Bayerische
Einer dieser sechs Tarife ist sicher eine gute Wahl. Bitte vergessen Sie nicht, die Tarife nochmals mit unserem Tarifrechner zu vergleichen. Sie unterscheiden sich teilweise in Details, jedoch kann dies je nach persönlichen Anforderungen einen erheblichen Unterschied machen.
Achten Sie bei diesem Vergleich auf Gesundheitsfragen, die Anzahl der fehlenden Zähne, Summenbegrenzungen und Wartezeiten sowie Altersrückstellungen. Mehr zu diesen Themen erfahren Sie im Bereich Wissen und unter Entscheidungshilfen.
Dipl. Betriebswirt
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