Zahnzusatzversicherung für den Zahnarzt Angstpatienten

Zahnarzt Angstpatienten

Gehen Sie gerne zum Zahnarzt? Wenn nicht, dann sind Sie in guter Gesellschaft, denn so geht es den meisten von uns. Mit einer lokalen Betäubung lässt man es aber über sich ergehen.

Anders jedoch bei richtigen Zahnarzt Angstpatienten, für die ein Besuch in der Zahnarztpraxis ein richtiges Problem darstellt. Zahnarzt Angstpatienten haben wirklich Angst!

Angst vor dem Zahnarzt – Ursachen und Auswirkungen

Ursachen

  • schlechte Erfahrungen bei früheren Zahnarztbesuchen
  • Schauergeschichten von anderen Patienten
  • das Gefühl des Ausgeliefertseins beim Zahnarzt
  • schlechte oder fehlende Informationen über die Behandlung
  • die Angst vor Ärzten generell. Bei manchen führt diese so genannte Zahnbehandlungsangst sogar so weit, dass sie gar nicht mehr zum Zahnarzt gehen, oder erst dann, wenn die Schmerzen unerträglich werden.

Auswirkungen

  • körperlich (z.B. Herzrasen, Schwitzen, Zittern etc.)
  • psychisch (angstvolle Gedanken)
  • Verhalten (beispielsweise durch Verlassen des Wartezimmers, noch bevor man drankommt)
  • Angstvolle Menschen sind oftmals schmerzempfindlicher, denn Angst kann das Schmerzempfinden verstärken

Wenn die Zahnarztangst zur echten Krankheit wird

Im Ernstfall können Zahnarzt Angstpatienten eine richtige Phobie entwickeln. Diese geht dann weit über Angst hinaus und führt oft dazu, dass Betroffene teilweise über Jahre hinweg nicht mehr zum Zahnarzt gehen. Die Bundeszahnärztekammer geht davon aus, dass in Deutschland fünf bis zehn Prozent der Menschen unter einer solchen psychosomatischen Angsterkrankung leiden. Sie geraten sogar regelrecht in Panik, wenn sie nur an den Zahnarzt denken.

Betroffene reagieren dann etwa mit Zittern, erhöhtem Blutdruck oder Puls. Doch so verschieden die Symptome, so unterschiedlich auch die möglichen Ursachen. In der Studie gaben 86 Prozent der Betroffenen an, traumatisierende Erfahrungen im Behandlungsstuhl gemacht zu haben. Viele davon bereits in der Kindheit. Da ist es schwierig für Zahnärzte, verlorenes Vertrauen wieder zurückzugewinnen. Aber auch das soziale Umfeld spielt eine Rolle: Haben andere Angst vor dem Zahnarzt, dann überträgt sich das oft auch auf uns.

Zahnarzt Angst muss nicht seinWenn Zahnarzt Angstpatienten jahrelang nicht zur Behandlung gehen, kann es gefährlich werden

Einfach nicht mehr zum Zahnarzt zu gehen, ist keine Lösung. Denn was viele nicht wissen: Unsere Zahngesundheit hängt ganz stark mit unserer generellen Gesundheit zusammen. Entzündete Zähne, die länger nicht behandelt werden, können neben dem Schmerz noch für viele weitere Probleme sorgen. Möglich sind ernsthafte akute und chronische Erkrankungen.

So könnten Bakterien aus einem entzündeten Zahn weit in den Kieferknochen vordringen oder sich sogar über den Blutkreislauf im Körper ausbreiten. Chronische Zahnbettentzündungen können das Risiko für Diabetes, Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen. Aber soweit muss man erst gar nicht denken: Schließlich sehen kaputte Zähne nicht schön aus und können das Selbstbewusstsein beeinträchtigen. Zudem führen entzündete Zähne oft zu starkem Mundgeruch.

Wie kann man die Zahnarztangst überwinden?

Das Wichtigste zuerst: Schmerzen gibt es heute bei Zahnbehandlungen kaum noch – dafür sorgen Möglichkeiten der örtlichen Betäubung über Sedierungen bis hin zur Narkose. Allerdings verringert diese Tatsache die Angst vieler Betroffenen nur geringfügig. Um die Angst ursächlich und nachhaltig abbauen, könnte beispielsweise eine psychotherapeutische Behandlung unterstützend wirken. Wichtig ist aber auch ein gutes Vertrauensverhältnis zum Zahnarzt. Dazu gehört vor allem, dass sich der Arzt ausreichend Zeit für den Patienten nimmt und sich nicht nur auf zahntechnische Befunde beschränkt.

Die richtige Praxis für Zahnarzt Angstpatienten

Viele Zahnarztpraxen sind heute bereits auf die Behandlung von Zahnarzt Angstpatienten spezialisiert – Anzahl steigend. Prüfen Sie selbst: Wird Ihnen in der Praxis Verständnis und Respekt entgegengebracht? Oder wird hier nur um Angstpatienten geworben, um die Behandlungszahlen zu erhöhen? Verlassen Sie sich auf Ihren ersten persönlichen Eindruck und stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Bekomme ich als Zahnarzt Angstpatient auch sehr kurzfristig einen Termin?
  • Nimmt man mich und meine Zahnarzt-Angst ernst?
  • Muss ich lange warten, wodurch sich meine Angst vergrößert?
  • Will man sofort von mir wissen, wie ich versichert bin?
  • Drängt man mich zur Behandlung?
  • Hat die Praxis Erfahrung mit sedierenden bzw. beruhigenden Medikamenten? Ggf. auch Homöopathie? Erfahrungen mit Behandlungen unter Narkose?

Möglichkeiten für schmerzfreie Behandlungen bei Zahnarzt Angstpatienten

Es gibt verschiedene Möglichkeiten einer Zahnbehandlung mit Narkose. Die Behandlung von normal ängstlichen Patienten ist in aller Regel mit schmerzreduzierenden Verfahren möglich. Dazu zählen die lokale Betäubung und die Analog Anästhesie (der sogenannte Dämmerschlaf). Sollte das nicht ausreichen, bleibt nur noch die Vollnarkose.

Lokale Betäubung

Lokalanästhesie nennt man die bekannteste Behandlungsweise. Dabei wird ein spezieller Wirkstoff in die Nähe von Nerven gespritzt, wodurch Schmerzsignale nicht mehr weitergeleitet werden. Für den Patienten wird die Behandlung dadurch schmerzfrei. Allerdings muss man den Wirkstoff spritzen und viele Betroffene haben genau davor Angst. Aber auch zur Spritze gibt es Alternativen: Etwa durch Akupunktur, die so genannte Audioanalgesie, oder durch transkutane Elektronervenstimulation.

Der Dämmerschlaf

Eine Alternative ist der so genannte Dämmerschlaf – eine bewährte und für den Organismus des Patienten weniger belastende Möglichkeit. Diese Methode kann man am einfachsten mit einem schlafähnlichen Zustand vergleichen. Anders als unter Vollnarkose, muss der Betroffene dabei nicht künstlich beatmet werden. Trotzdem verspürt man auch hierbei keine Schmerzen und nimmt die Behandlung nicht bewusst wahr. Anästhesisten werden dabei nicht benötigt, weshalb die Kosten niedriger sind, als für eine Vollnarkose. Allerdings müssen diese Kosten in aller Regel privat bezahlt werden.

Vollnarkose

Eine Zahnbehandlung unter Narkose ist im Gegensatz zur lokalen Betäubung ein Verfahren, bei dem das gesamte Bewusstsein des Patienten ausgeschaltet wird. Dazu verabreicht man Medikamente per Spritze oder als eingeatmetes Gas. Allerdings muss eine Vollnarkose von einem ausgebildeten Spezialisten (einem so genannten Anästhesisten) durchgeführt und überwacht werden. Aus diesem Grund bieten nur darauf spezialisierte Zahnarztpraxen Behandlungen unter Narkose an.

Welche Kosten entstehen für eine Behandlung unter Vollnarkose?

Bei Vollnarkose entstehen in zweifacher Hinsicht weitere Kosten: Erstens für den anwesenden Anästhesisten. Und zweitens sind die Kosten von der Behandlungsdauer abhängig. Je länger, desto teurer, kann man generell sagen. Auch wenn man die Kosten nicht exakt benennen kann, gilt als grobe Orientierung: Eine Stunde Vollnarkose kostet etwa 200 bis 250 Euro. Danach kommt pro halbe Stunde nochmals 50 bis 70 Euro dazu.

Allerdings hängen die genauen Kosten von sehr vielen verschiedenen Faktoren ab. Es lohnt sich also, sich ausführlich vom Zahnarzt beraten zu lassen. So kann man vorher darüber entscheiden, ob unter einer Narkose mehrere Behandlungen zusammengelegt werden können.

Zahlt die Krankenkasse für Narkosebehandlungen bei Angstpatienten?

Hier gilt im Grundsatz: Nein, im Regelfall nicht. Aber es gibt Ausnahmen, bei denen die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten für eine Narkose übernehmen kann. Dazu zählen:

  • bei Umständen, die eine lokale Betäubung nicht zulassen (z.B. Allergien)
  • bei Kindern unter 12 Jahren, bei denen mangels Kooperation keine Betäubung in Frage kommt
  • bei Angstpatienten mit psychiatrischem Gutachten
  • bei Menschen, bei denen mit eingeschränkter Kooperation zu rechnen ist (z.B. aufgrund von geistiger Behinderung oder psychischen Erkrankungen)
  • bei sehr umfänglichen Behandlungen wie Operationen, bei denen eine lokale Anästhesie nicht ausreicht

Bei privat versicherten Patienten gilt: Eine Kostenübernahme durch die Versicherung erfolgt je nach Tarif. Im Zweifelsfall sollte man daher unbedingt beim Versicherer nachfragen.

Unser Tipp: Achten Sie schon beim Abschluss einer Zahnzusatzversicherung darauf, ob Sie entsprechende Behandlungsmöglichkeiten brauchen und sichern diese gleich mit ab.

Zahnzusatzversicherung Tarife für Narkosebehandlungen bei Angstpatienten berechnen

Für einen Zahnarzt Angstpatient, der von der gesetzlichen Krankenkasse keine Kostenübernahme erwarten kann, ist es sinnvoll eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen, welche ganz oder zumindest teilweise die Kosten für eine Narkose übernimmt.

Tarife für Narkose Behandlungen berechnen

Bitte geben Sie das Geburtsdatum der Person ein, die versichert werden soll. Dies ist notwendig, um eine korrekte Preisauskunft zu gewährleisten. Die Durchführung der Berechnung ist unverbindlich und kostenlos.

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Bitte geben Sie fehlende Zähne an, die nicht ersetzt sind. Nicht anzugeben sind bei dieser Frage:

  • fehlende Weisheitszähne (sog. 8er)
  • bei Kindern fehlende Milchzähne wenn zweite Zähne normal nachwachsen
  • bereits ersetzte Zähne (Brücke, Implantat, Krone o.ä.)
  • vollständiger Lückenschluss, d.h. wenn Zahnlücke durch die Nachbarzähne vollständig geschlossen wurde

Die Anzahl der fehlenden Zähnen wird von den meisten Versicherungsgesellschaften im Antrag abgefragt.

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Bitte tragen Sie die Anzahl ein, sofern in Ihrem Mund irgendwelche Zahnersatzversorgungen vorhanden sind, z.B.:

  • Kronen / Teilkronen
  • Brücken
  • Implantate
  • Inlays
  • Stiftzähne
  • Teleskopkronen
  • Teilprothesen
  • Vollprothesen
  • u.a.
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Bitte geben Sie bei dieser Frage an, ob in der Vergangenheit schon einmal eine Parodontitis-Erkrankung bei Ihnen diagnostiziert und/oder behandelt wurde.

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Bitte wählen Sie ja, wenn Behandlungen mit dem Zahnarzt geplant, von diesem angeraten oder aktuell durchgeführt werden.

  • Ersatz eines Zahnes
  • Parodontalbehandlungen
  • Wurzelbehandlungen
  • funktionsanalytische- und therapeutische Maßnahmen zur Behandlung von Kiefergelenkserkrankungen
  • die Erneuerung von bestehenden Füllungen, Kronen o.Ä.
  • die Regulierung einer Zahnfehlstellung mittels kieferorthopädischer Maßnahmen

Lediglich prophylaktische Maßnahmen, die rein vorbeugenden Charakter haben, sind bei dieser Frage nicht zu berücksichtigen.

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Einige Tipps zu den Zahntarifen der Barmenia, der UKV und der Deutschen Familienversicherung DFV

Die Barmenia, die UKV/BBKK sowie die Deutsche Familienversicherung sind aktuell die einzigen Anbieter, die für Narkose-Behandlungen unbegrenzt die Kosten übernehmen. Alle anderen Zahn-Tarife begrenzen die Erstattung auf 200 bis 250 Euro pro Jahr. In der Regel reicht dieser Betrag zwar aus – ob das allerdings in fünf bis zehn Jahren auch noch der Fall ist, darüber entscheidet die Preisentwicklung der Behandlungskosten. Wichtig ist also, darauf zu achten, dass die Erstattung für die Belange des jeweiligen Patienten hoch genug ist.

  • Bei Barmenia und UVK/BBKK gibt es keine Erstattung von Narkosekosten für Zahnbehandlungen, die vor Vertragsabschluss bereits angeraten wurden oder für die eine Behandlungsbedürftigkeit zahnärztlich schon aktenkundig ist.
  • Die Deutsche Familienversicherung geht hier noch einen Schritt weiter: Sie schließt Leistungen sogar für Zähne aus, die nachweislich vor Antragsstellung bereits beschädigt oder erkrankt gewesen sein mussten. Unabhängig davon, ob dies bereits aktenkundig oder eine Behandlung angeraten war.

Kostenlose Hilfe und Beratung

Im Zweifelsfall rufen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne! Sie erhalten eine faire und unabhängige Beratung, damit Sie die perfekte Zusatzversicherung für Ihre Bedürfnisse finden. Nutzen Sie jetzt die kostenlose und persönliche Sofort Hilfe zu allen Tarifen der Halleschen.

Verfasst von Sonja Zajontz
am 17. März 2020 unter Zusatzversicherungen.