Zahnzusatzversicherung Stiftung Warentest 2016

Im Zahnzusatzversicherungs-Test der Stiftung Warentest 2016 mit der Überschrift „Zähne gut versichern“ werden 209 Angebote für Zahnversicherungen getestet. Dabei geht es um die Frage, wer am meisten für Zahnersatz (Implantate, Kronen und Inlays) bezahlt und wie viel die Tarife in den ersten sechs Versicherungsjahren maximal dafür leisten.

Im Zahnersatzversicherungs-Test von Stiftung Warentest 2016 wurden vier Leistungsbeispiele verglichen

Für den Befund (erhaltungswürdiger Zahn 1.1) wird eine Kassenkrone für 260 Euro Gesamtkosten benötigt. Davon übernimmt die gesetzliche Krankenkasse einen Anteil in Höhe von 181 Euro, wenn das Bonusheft mindestens 10 Jahre durchgängig geführt wurde. In diesem Beispiel beträgt der Eigenanteil 79 Euro, wovon die getesteten Zahnzusatzversicherungen zwischen 1 und 79 Euro übernehmen.

Für eine schönere vollverblendete Metall-Keramik-Krone werden 560 Euro als Gesamtkosten berechnet. Da sich der Befund gegenüber der Kassenkrone nicht ändert, bleibt der Festzuschuss der Kassen mit 181 Euro gleich. Dadurch steigt der Eigenanteil auf 379 Euro, wovon zwischen 71 und 379 Euro durch die getesteten Zahntarife übernommen werden.

600 Euro werden für das dreiflächige Keramik-Inlay anstelle einer kostengünstigen Amalgamfüllung berechnet. Da für diese Behandlung die gesetzliche Versorgung eine Amalgamfüllung vorsieht, werden auch nur die Kosten dafür übernommen. Der Festzuschuss dafür beträgt 45 Euro, was einen Eigenanteil von 555 Euro ausmacht. Je nach Zahnzusatzversicherung werden dafür zwischen 0 und 555 Euro der Kosten übernommen.

Mit 3.580 Euro ist das Implantat mit Abstand die teuerste Behandlung für den Zahnzusatzversicherungs-Vergleich. Für diesen Befund (zahnbegrenzte Lücke 2.1) werden bei einem mindestens 10 Jahre geführten Bonusheft 429 Euro als Kassenzuschuss durch die gesetzlichen Krankenversicherungen geleistet. Der Eigenanteil ist mit 3.151 Euro sehr hoch. Die getesteten Zahntarife decken zwischen 201 und 3.151 Euro ab.

Durch ein geführtes Bonusheft ändert sich die Leistung der gesetzlichen Krankenkasse. Stiftung Warentest geht in ihrem Vergleich davon aus, dass mindestens die letzten 10 Jahre ein Bonusheft durchgängig geführt worden ist. In diesem Fall fällt der Festzuschuss mit dem „Bonus 30“ um 30 % höher aus als ohne Bonus (0 bis 4 Jahre geführtes Bonusheft). Auch viele Zahnzusatzversicherungen leisten abhängig vom Bonusheft und erstatten mehr, wenn das Bonusheft lückenlos geführt ist.

Finden Sie mit dem grünen Button Ihren ganz persönlichen Testsieger. In unserem Online-Test werden die Tarife nach Altersgruppen und Ihren individuellen Anforderungen aufgelistet. Dabei wird das beste Preis-Leistungs-Verhältnis errechnet und angezeigt. Durch Ihre persönlichen Angaben (z. B. bestehende Zahnlücken, fehlende Zähne, die nicht ersetzt sind, oder bereits angeratene Behandlungen) passt sich das Angebot Ihren Bedürfnissen entsprechend an.

Ihren Testsieger finden

Mit dem Zahnzusatzversicherungs-Test der Stiftung Warentest 2016 die Tarife richtig vergleichen

Die Stiftung Warentest vergleicht 209 Zahnzusatzversicherungs-Angebote

Der neue Test für Zahnzusatzversicherungen analysiert 209 Zahntarife. Stiftung Warentest unterscheidet erstmalig nicht zwischen Tarifen nach Art der Lebensversicherung und Art der Schadenversicherung. Damit diese Tarife verglichen werden können, wurde bei den Schadentarifen ein Durchschnittsbeitrag zwischen dem 43. und 73. Lebensjahr ermittelt. Dieser kann mit dem Beitrag bei einem Eintrittsalter von 43 Jahren von Zahnzusatztarifen, die keine altersbedingten Beitragssteigerungen haben, verglichen werden.

  • Zahnzusatzversicherungstarife, die nach der Methode einer Lebensversicherung kalkuliert werden, haben einen festen Eintrittsbeitrag, der nicht automatisch steigt. Altersbedingte Kostensteigerungen sind mit einkalkuliert und werden durch einen erhöhten Startbeitrag ausgeglichen. Der Beitragsüberschuss, auch Altersrückstellungen genannt, wird dem Versicherten später wieder gutgeschrieben.
  • Schadenversicherungstarife errechnen die Kostenquote für jede Altersgruppe einzeln. Daraus ergibt sich der Beitrag für die jeweilige Altersgruppe der Zahnzusatzversicherung. Wird die nächste Altersgruppe erreicht, ist automatisch der in der Regel höhere Beitrag für diese Gruppe zu bezahlen.

Zusätzlich wurde in diesem Zahnzusatzversicherungs-Test ein günstigerer Basisschutz verglichen. Hier werden nur Tarife mit sehr guten Leistungen für die Regelversorgung (Kassenleistung) und einem Durchschnittsbeitrag von maximal 13 Euro monatlich verglichen.

Das Testverfahren des Zahnversicherungs-Tests der Stiftung Warentest 11/2016 hat auch Schwächen

Das Testverfahren im aktuellen Zahnzusatzversicherung-Test 2016 wurde eins zu eins aus den vorherigen Tests aus 2014 und 2012 übernommen. Auch dieses Jahr wurden von Stiftung Warentest ausschließlich Zahnersatzmaßnahmen für das Testergebnis herangezogen. Was zur Folge hat, dass 66 Tarife mit der Testnote „sehr gut“ bewertet wurden. Ohne die mehrfach aufgezählten Zahntarife (verschiedene Tarifkombinationen einiger Zahnzusatzversicherungen) verbleiben immer noch 41 Zahntarife mit der Note „sehr gut“.

Das führt leider zu einer Verzerrung der Gesamtleistungen der Zahnzusatzversicherungen. Auf der letzten Seite der Stiftung Warentest wird noch auf sonstige Leistungen von Zahnzusatzversicherungen als Hilfe für die Auswahl eines passenden Tarifs hingewiesen. Hier geht es um Prophylaxe, wie die professionelle Zahnreinigung oder Kunststofffüllungen, bis zu den teuren Wurzelbehandlungen, die zwischen 200 und 1.000 Euro kosten können.

Bei diesem Test bleibt es dem Leser überlassen, unter den Testsiegern mit der Bewertung „sehr gut“ eine geeignete Auswahl zu treffen. Die Leistungsunterschiede für Zahnbehandlungen sind bei den 66 Testsiegern bei genauerem Prüfen teilweise sehr groß. Darum sollten Sie diese sehr genau prüfen, das können Sie unter unserer Rubrik „Testergebnisse“, in dem Sie weitere Testberichte lesen, oder Sie verwenden unseren Online-Vergleich. Anhand Ihrer persönlichen Angaben und des dynamischen Warenkorbs wird Ihnen in einem umfangreichen Testverfahren das beste Preis-Leistungs-Verhältnis der Testsieger für Sie ermittelt.

Konrad Dießl
Konrad Dießl
Dipl. Betriebswirt

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Stiftung-Warentest-Testsieger ist nicht gleich Testsieger

66 Zahnzusatzversicherungen im Test erzielen bei Stiftung Warentest die Note „sehr gut“. Bei dem Test fehlt jedoch die immer wichtiger werdende Komponente der Zahnbehandlungen. Auf folgende Eigenschaften der Zahnzusatzversicherungen bei einem Vergleich von Testsiegern sollten Sie unbedingt achten:

  • Große Unterschiede bei Gesundheitsfragen zum aktuellen Zahnstatus bei den Tarifen. Eine erste Ablehnung einer sehr strengen Zahnzusatzversicherung kann zu weiteren Ablehnungen durch weniger strenge Tarife führen. Zahntarife haben verschiedene Annahmekriterien. Ob eine Annahme möglich ist, richtet sich nach diesen Punkten: Anzahl fehlender Zähne, Parodontose, Wurzelbehandlungen, Anzahl der bereits mit Zahnersatz versorgten Zähne sowie aktuell laufende oder angeratene Behandlungen.
  • Mit welchen Leistungen (Summenbegrenzung) kann in den ersten Jahren gerechnet werden? Alle Tarife haben eine Begrenzung der Leistungen in den ersten Jahren. In der Regel enden diese nach dem 3. oder 5. Jahr. Stiftung Warentest kalkuliert für die Summenbegrenzungen nur mit Leistungen für Zahnersatz. Dass jedoch professionelle Zahnreinigungen, Kunststofffüllungen und vor allem Wurzelbehandlungen einen Großteil davon verbrauchen können, wird nicht berücksichtigt.
  • Ab wann können Leistungen in Anspruch genommen werden? Die meisten Tarife haben 8 Monate Wartezeit, in denen keine Leistungen erbracht werden. Wenn Sie sofort nach Abschluss Leistungen in Anspruch nehmen möchten, hilft Ihnen keine Zahnzusatzversicherung mit der Testnote 1,0, bei der Sie die Zahnarztrechnung in den ersten 8 Monaten selbst begleichen müssen.
  • Für wen soll die Zahnzusatzversicherung sein? Haben Sie besondere Bedürfnisse, wie z. B. einen Tarif nur für Ihre Kinder, oder ohne Wartezeiten und ohne Gesundheitsfragen? In unserem Online-Rechner sind extra Filter für spezielle Zielgruppen hinterlegt. So können Sie sich beispielsweise nur Zahnzusatzversicherungen für Kinder anzeigen lassen.

Nach diesen Kriterien testet die Stiftung Warentest die Zahntarife

Stiftung Warentest hat 209 Angebote für Zahnzusatzversicherungen nach den folgenden Kriterien analysiert und eine Liste mit den besten Zahnversicherungen aus Tarifen mit und ohne Altersrückstellungen erstellt. Die Gewichtung des Kriteriums bei der Berechnung der Testergebnisse gibt die Höhe der Prozentzahl an.

  • Privatversorgung ohne Inlays und Implantate (40 %): Die Privatversorgung (z. B. eine Krone aus hochwertigem Material) wird von Stiftung Warentest unter der Bedingung berücksichtigt, dass das Zahnarzthonorar mindestens bis zum 3,5-fachen Satz der GOZ (Gebührensatz für Zahnärzte) geleistet wird und die Gesamtrechnung doppelt so hoch wie bei einer Regelversorgung ist.
  • Inlays (25 %): Stiftung Warentest bewertet den Anteil für Inlays unter der Berücksichtigung, dass jährlich mindestens ein Inlay und alle fünf Jahre mindestens drei Inlays im Kalenderjahr erstattet werden. Das Zahnarzthonorar muss mindestens bis zum 3,5-fachen Satz der GOZ (Gebührensatz für Zahnärzte) geleistet werden.
  • Implantatversorgung (15 %): Stiftung Warentest bewertet die Implantatversorgung danach, dass jährlich für ein Implantat und alle fünf Jahre für zwei Implantate geleistet wird. Insgesamt wird davon ausgegangen, dass die Zahnzusatzversicherung über die gesamte Laufzeit die Versorgung von zehn Implantaten bezahlt. Auch hier gilt, dass die Zahnarztrechnung bis mindestens zum 3,5-fachen Satz der GOZ (Gebührensatz für Zahnärzte) bezahlt wird.
  • Regelversorgung (10 %): Stiftung Warentest bewertet den Anteil für die Regelversorgung, den die Versicherungsgesellschaft durchschnittlich zusammen mit der Krankenkasse erstattet.
  • Jährliche Obergrenzen (10 %): Stiftung Warentest bewertet die Höhe der Begrenzung in den ersten sechs Vertragsjahren bis zu einer Höhe von 1.000 Euro im Jahr und die Begrenzung im Anschluss bis zu einer Erstattung in Höhe von 20.000 Euro im Jahr. Weiter muss die Begrenzung für unfallbedingte Zahnersatzmaßnahmen entfallen.

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Stiftung Warentest Zahnzusatzversicherungen

Auf dieser Seite finden Sie einen Auszug aller Zahnzusatzversicherungen mit dem Testergebnis „sehr gut“. Die vollständige Tabelle gibt es in der Ausgabe „Finanztest“ 11/2016 von Stiftung Warentest.

Die besten Zahnzusatzversicherungen von Finanztest 11/2016

Hier finden Sie alle Zahnzusatzversicherungen, die von Finanztest mit „sehr gut“ beurteilt worden sind.

Versicherung Zahnzusatz – Tarif Test Note
DFV DFV-Zahnschutz Exklusiv sehr gut 0,5
DKV KDTP100 sehr gut 0,6
DKV KDTP100+KDBE sehr gut 0,6
Hallesche DentZE.100 sehr gut 0,8
Hallesche DentZE.100+DentPro.80 sehr gut 0,8
Hallesche DentZE.100+DentZB.100 sehr gut 0,8
Hallesche Giga.Dent sehr gut 0,8
Bayer. Beamten-KK/UKV ZahnPrivat Premium sehr gut 1,0
Ergo Direkt ZAB+ZAE+ZBB sehr gut 1,0
Ergo Direkt ZAB+ZAE+ZBB+ZBE sehr gut 1,0
Münchener Verein 571+572+573+574 sehr gut 1,0
Münchener Verein 571+572+574 sehr gut 1,0
Allianz DentalBest sehr gut 1,1
Allianz ZahnBest sehr gut 1,1
Allianz ZahnBest+ZahnFit sehr gut 1,1
Central PlanZ1 sehr gut 1,1
Debeka EZ70plus sehr gut 1,1
Deutscher Ring ZahnTop sehr gut 1,1
DFV DFV-Zahnschutz Premium sehr gut 1,1
Hanse Merkur EZ+EZT sehr gut 1,1
Hanse Merkur EZ+EZT+EZP sehr gut 1,1
LVM Dental-Plus sehr gut 1,1
R+V Zahn Premium U sehr gut 1,1
R+V Zahn Premium U+ZV U sehr gut 1,1
Signal ZahnTop sehr gut 1,1
Stuttgarter Zahn Premium sehr gut 1,1
Württembergische ZE90 sehr gut 1,1
Württembergische ZE90+ZBE sehr gut 1,1
Axa Dent Premium-U sehr gut 1,2
Direkte Leben ZahnPremium sehr gut 1,2
Gothaer MediZ Premium sehr gut 1,2
Gothaer MediZ Premium+Medi-Prophy sehr gut 1,2
Gothaer MediZ Premium+Medi-Prophy Basis sehr gut 1,2
Barmenia ZGu+ sehr gut 1,3
Bayerische V.I.P.dental Prestige sehr gut 1,3
Continentale CEZP-U sehr gut 1,3
Hallesche DentZE.90 sehr gut 1,3
Hallesche DentZE.90+DentPro.80 sehr gut 1,3
Hallesche DentZE.90+DentZB.100 sehr gut 1,3
Hallesche Mega.Dent sehr gut 1,3
Huk-Coburg ZZ Premium Plus sehr gut 1,3
Janitos JA Dental Plus sehr gut 1,3
Münchener Verein 769+572+573+574 sehr gut 1,3
Münchener Verein 769+572+574 sehr gut 1,3
Pax ZZ Premium Plus sehr gut 1,3
Advigon2) ZEideal+Zgideal sehr gut 1,4
Advigon2) ZEideal+Zgspezial sehr gut 1,4
Arag Z90Bonus sehr gut 1,4
DKV KDT85 sehr gut 1,4
DKV KDT85+KDBE sehr gut 1,4
Inter Z90 sehr gut 1,4
Inter Z90+ZPro sehr gut 1,4
Mecklenburgische ProMEZZ90 sehr gut 1,4
Mecklenburgische ProME Zahnplus+ ProMEZZ90 sehr gut 1,4
Münchener Verein 769+564 sehr gut 1,4
SDK ZG70+ZGB sehr gut 1,4
Universa Uni-dent Privat sehr gut 1,4
WGV Optimal sehr gut 1,4
Concordia ZT sehr gut 1,5
Concordia ZT+ZB sehr gut 1,5
Ergo Direkt ZAB+ZBB sehr gut 1,5
Ergo Direkt ZAB+ZBB+ZBE sehr gut 1,5
Münchener Verein 561+572+573+574 sehr gut 1,5
Münchener Verein 561+572+574 sehr gut 1,5
Münchener Verein 570+572+573+574 sehr gut 1,5
Münchener Verein 570+572+574 sehr gut 1,5

Fazit

Sie sehen anhand der Testsieger-Liste von Stiftung Warentest, dass es fast unmöglich ist, einen passenden Zahnzusatzversicherungs-Tarif zu finden. Welcher der 66 mit „Sehr gut“ bewerteten Zahntarife passt nun zu Ihrer persönlichen Situation? Nutzen Sie deswegen unseren Zahnversicherungs-Vergleich, um den richtigen Tarif zu finden.

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