Zahnzusatzversicherung Unisex Tarife ab 2013

Zahnzusatzversicherung Unisex Tarife

Der europäische Gerichtshof verpflichtet alle Versicherungsgesellschaften ab 2013 sogenannte Zahnzusatzversicherung Unisex Tarife anzubieten. Das bedeutet, dass das Geschlecht bei der Beitragsberechnung keine Rolle mehr spielen darf.

Im Klartext: Frauen und Männer sollen ab 2013 für alle Versicherungen ein und denselben Beitrag zahlen.

Europäischer Gerichtshof verpflichtet Versicherungsunternehmen zu Unisex Tarifen

Durch die neuen Unisex Tarife soll keines der beiden Geschlechter besser bzw. schlechter gestellt oder im Fachausdruck „diskriminiert“ werden.

Alle Unisex Tarife gibt es ab 1. Januar 2013. Das gilt für alle Versicherungen, wie z.B. Rentenversicherungen, Pflegeversicherungen und eben auch Zahnzusatzversicherungen.

Zahnzusatzversicherung Unisex Tarife verpflichtend geregelt ab 2013

Was ändert sich für Frauen und Männer durch die neuen Zahnzusatzversicherung Unisex Tarife?

Für Frauen wird der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung ansprechender werden. Frauen bezahlen dadurch niedrigere Versicherungsprämien, als ihr statistisches Risiko für die Kalkulation der Beiträge ergeben würde.

Für Männer, die generell ein eher niedrigeres Kostenrisiko für Versicherungsunternehmen darstellen, werden Zahnzusatzversicherungen teurer. Ein gewisser Anteil der Männer könnte sich dadurch abschrecken lassen, eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen. Aufgrund des höheren Beitrags erkennen sie eventuell kurzfristig den Mehrwert einer Zahnversicherung nicht mehr. Gerade für Männer mit guten Zähnen könnte sich dies langfristig betrachtet aber als Kostenfalle entpuppen!

Beachten Sie immer wieder unsere Empfehlung, eine Zahnzusatzversicherung so frühzeitig wie möglich abzuschließen. Dadurch ist die Chance auf einen preislich attraktiven Tarif durchaus gegeben.

Wieso verschieben sich die Beiträge bei Unisex Zahnversicherung Tarifen?

Frauen sind generell gewissenhafter und sorgen sich häufiger um ihre Vorsorge-Untersuchungen. Sie gehen auch häufiger zum Zahnarzt als Männer und lassen PZR (professionelle Zahnreinigungen) regelmäßiger durchführen.

Zudem setzen sich Frauen größeren Belastungen aus, wenn sie Kinder bekommen. Diese zusätzliche körperliche Anstrengung der Schwangerschaft führt auch zu einer erhöhten Belastung der Zahnsubstanz. Statistisch betrachtet leben Frauen außerdem mehrere Jahre länger als Männer. Aus diesen Gründen stellen Frauen für Versicherungsunternehmen statistisch betrachtet ein höheres Risiko dar. Deshalb müssen höhere Altersrückstellungen aufgebaut werden, damit die Kapital-Lücke gedeckt wird.

Was geschieht jetzt bei den Zahnzusatzversicherung Unisex Tarifen?

Beide Risikogruppen (Frauen und Männer) werden – ohne den Faktor Geschlecht zu berücksichtigen – als ein Paket betrachtet, um das Gesamtrisiko zu bestimmen. Ziel kann es nur sein, die höhere Belastung der einen Seite auf alle Schultern zu verteilen. Ob diese Art der Kostenverteilung zum erhofften Erfolg führt, wird sich erst noch zeigen.

Verfasst von Sonja Zajontz
am 10. Januar 2013 unter Zusatzversicherungen.