Zahnersatz: Was gibt es für Möglichkeiten?

Bei Zahnersatz wird zwischen den so genannten zahnerhaltenden und ersetzenden Maßnahmen unterschieden. Die Preise für Zahnersatz sind je nach Material und Behandlungsmethode sehr unterschiedlich – von günstig bis sehr teuer.

Ersetzen von fehlenden Zähnen und Schließen von Zahnlücken

Haben Sie fehlende Zähne bzw. Zahnlücken, ist die hochwertigste und teuerste Lösung das Implantat. Die gesetzlichen Krankenkassen bevorzugen hier eine vergleichsweise sehr günstige Teil-Prothese oder Brücke, für die sie jedoch nur einen Festzuschuss bezahlt. Selbst bei den vergleichsweise günstigen Varianten entstehen daher schnell hohe Zusatzkosten, die man jedoch mit einer Zahnzusatzversicherung bis zu 100 Prozent kompensieren kann.

Implantate

Zahnersatz ImplantatBei Implantaten wird eine Zahnkrone auf eine künstliche Wurzel geschraubt, die vorher in den Knochen implantiert wurde. Die gesunden Zähne rechts und links von der Zahnlücke werden dabei nicht angegriffen. Bei dieser Zahnersatz Variante werden keine gesunden Zähne angegriffen, sie zählt aber mit zum teuersten Zahnersatz.

Die Behandlung mit einem Implantat kann zwischen drei und neun Monate dauern, abhängig von der Situation des Patienten.

 

Beispiel für einen möglichen Behandlungsverlauf mit einem Implantat nach dem Verlust eines Zahnes:

Für die Zeit dieser Behandlung erhalten Patienten in der Regel einen provisorischen Zahnersatz.

Bei Patienten, die einen Knochenaufbau benötigen, ist die Versorgung mit einem Zahnimplantat sehr teuer. Der Aufwand für den Knochenaufbau ist recht hoch, der Aufbau selbst kann entweder durch künstliches Knochenmaterial oder aber durch die Verpflanzung des eigenen Knochens geschehen.

Die Krankenkasse erstattet hier unabhängig vom Aufwand der Behandlung lediglich einen befundbezogenen Festzuschuss für Zahnersatz. Dieser reicht jedoch in keinem Fall aus, auf die Patienten kommen jetzt in jedem Fall Zusatzkosten zu. Mit einer Zahnzusatzversicherung können Sie sich davor schützen. Sehr gute Tarife beispielsweise übernehmen die Kosten unabhängig vom Umfang bis zu 100 Prozent. Beispiele hierfür finden Sie unter Erstattungsbeispiele einer Zahnzusatzversicherung.

Zahnbrücken

Zahnbrücken werden benutzt, um einen oder mehrere fehlende Zähne zu ersetzen. Sie überspannen praktisch den Platz, an dem geschädigte Zähne entfernt wurden. Zahnbrücken sind an natürlichen zwei Zähnen befestigt, diese dienen quasi als Anker oder Pfeiler für die Zahnbrücke. Dabei werden die zwei Zähne neben der Lücke soweit abgeschliffen, dass die festsitzende Brücke perfekt passt.

Von der gesetzlichen Krankenkassen erhalten Sie hier einen Festzuschuss für eine günstige Brücke aus Metall. Patienten, die sich vor hohen Zusatzkosten etwa für vollverblendete Brücken oder aber für eine andersartige Versorgung (z.B. Zahnimplantat) schützen wollen, kann man hier nur dringend einen Zahnzusatzversicherung-Tarif mit guten Leistungen empfehlen.

Einsetzen einer Zahnbrücke

Implantatgetragene Brücken

Bei einer Lücke von 3 Zähnen können auch Zahnimplantate (künstliche Zahnwurzeln) als Pfeiler bzw. Anker für eine Brücke verwendet werden. Diese aufwändige Behandlung wird allerdings sehr schnell sehr teuer. Die Preise für das Einsetzen von Implantaten liegen bei ca. 1.000 Euro je künstlicher Zahnwurzel. Im Anschluss daran wird dann die Brücke als festsitzender Zahnersatz auf die Implantate aufgesetzt.

Zahnprothesen (Teil-/Vollprothesen)

Bei Prothesen handelt es sich generell um herausnehmbaren Zahnersatz. So genannte Teilprothesen werden meist aus Metall und Kunststoff gefertigt. Um den Halt einer herausnehmbaren Prothese zu gewährleisten, wird diese mit Klammern an Zahnkronen befestigt. Ist kein eigener gesunder Zahn mehr vorhanden, wird eine so genannte Vollprothese angefertigt. Die Krankenkassen sehen in herausnehmbarem Zahnersatz (Prothesen) den günstigsten und einfachsten Zahnersatz. Bei Patienten kann es durch die Befestigung der Prothesen jedoch zu Schädigungen natürlicher Zahnkronen kommen, woraus schwer zu kalkulierende Kosten in der Zukunft entstehen können. Vorsicht: Nicht alle Zahnzusatzversicherungen bieten einen Tarif an, der vorhandene Prothesen versichert. In unserem Zahnzusatzversicherung Vergleich  können Sie passende Tarife finden, die Sie hier vor zukünftigen Kosten schützt.

Erhalt von natürlichen Zähnen mit Einlage-Füllungen oder  festsitzendem Zahnersatz

Mindestens aus medizinischer Sicht ist es sinnvoll, eine noch bestehende Zahnsubstanz möglichst lange zu erhalten. Kleine Reparaturen können hier etwa durch Füllungen erfolgen. Allerdings kommt hier mit großer Wahrscheinlichkeit irgendwann der Zeitpunkt, an dem diese Füllungen nicht mehr ausreichen. Dann braucht man einen festsitzenden Zahnersatz.

Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten hier nur den so genannten befundbezogenen Festzuschuss, dieser reicht jedoch in keinem Fall aus. Mit einer Zahnzusatzversicherung steht man den nun anfallenden Kosten gelassener gegenüber und kann sich sogar bis zu 100 Prozent dagegen schützen.

Zahnkronen

Häufigster Grund für eine Krone ist, dass aufgrund von Karies oder Beschädigungen an harten Zahnsubstanzen (z.B. Schmelz, Zahnbein) die natürlich Zahnkrone derart geschwächt ist, dass ein Füllungsversuch nicht mehr sinnvoll erscheint. Bei der Anbringung einer zahnmedizinischen Krone (Zahnkrone) wird nun praktisch eine „Kappe“ in Form der ursprünglichen Zahnkrone über die abgeschliffene natürliche Zahnkrone gesetzt. Dadurch wird die Form, Stärke und Größe der Zahnkrone wieder hergestellt.

Teilkronen

Wie der Name schon verrät, handelt es sich hierbei um keine vollständige Überkronung einzelner Zähne. Eine Teilkrone wird eingesetzt, wenn die Zahnkrone etwa nur teilweise beschädigt oder abgebrochen ist ist. Dabei wird die beschädigte Zahnsubstanz entfernt und die Teilkrone mit einem speziellen Klebstoff befestigt.

Inlays

Unter Inlays versteht man besonders hochwertige und haltbare Zahnfüllungen, die in der Regel aus Edelmetall, Kunststoff oder Keramik im Labor angefertigt und in den präparierten Zahn eingeklebt werden. Da Inlays für die gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen der Zahnbehandlung nicht als Zahnersatz gelten, werden von der gesetztlichen Krankenversicherung (GKV) jedoch lediglich die Kosten für eine einfache Amalgamfüllung in Höhe von ca. 50 Euro erstattet. Das Problem: Diese Zahnfüllungen aus Amalgam, umgangssprachlich auch „Plomben“ genannt, bestehen aus Quecksilberverbindungen. Dieses wiederum ist im Prinzip giftig, daher gibt es eine jahrzehntelange Diskussion über mögliche Gesundheitsrisiken durch Amalgamfüllungen. Wer hier auf Nummer sicher gehen will, der sollte zu Alternativen greifen:

Bei all den genannten Inlay-Varianten fallen zusätzliche Kosten an, die von den Krankenkassen nicht oder nur teilweise erstattet und aus der eigenen Tasche bezahlt werden müssen. Mit einer Zahnzusatzversicherung können die Kosten für höherwertige Inlays jedoch bis zu 100 Prozent abgesichert werden.

Onlay

Sehr große Inlays werden auch als Onlay, Overlay oder Kuppelfüllung bezeichnet. Sie werden ebenfalls über die Zahnwände bzw. Zahnhöcker des natürlichen Zahns hinaus verwendet und geben dadurch der verbleibenden Zahnsubstanz mehr Stabilität. Einfach erklärt sind Onlays und Overlays praktisch die großen Brüder der Inlays. Sie werden ebenfalls individuell angefertigt und fest mit der restlichen Zahnsubstanz verklebt.

Verblendungen / Veneers

Als so genannte Zahnverblendungen werden kosmetische Zahnkorrekturen an den Front-Zähnen bezeichnet. Dabei werden die Vorderzähne entweder gar nicht oder nur leicht abgeschliffen und die Verblendschalen anschließend auf die Zähne aufgeklebt. Verblendungen sind insbesondere sinnvoll bei leichten Zahnfehlstellungen, bei Zahnverfärbungen (beispielsweise nach einer Wurzelbehandlung) oder nach Unfällen, bei denen größere Stücke der Frontzähne herausgebrochen sind.

Verblendungen gibt es aus den Materialien Keramik und Komposit. Die Keramik-Variante bezeichnet man als „Veneers“, sie kostet schnell 500 bis 1000 Euro pro Blende. Verblendungen aus Kunststoff schlagen mit 80 bis 250 Euro pro Verblendung zu Buche. Vorteil der teureren Variante: Veneers sehen natürlicher aus. Die gesetzlichen Kassen übernehmen die Kosten dafür jedoch nicht, weil es sich bei Verblendungen um kosmetische Eingriffe handelt. Aufgrund der hohen anfallenden Kosten empfehlen wir hier auf jeden Fall eine geeignete Zahnzusatz-Versicherung.

Behandlungen, die im Zusammenhang mit Zahnersatz notwendig sein könnten

Funktionsanalyse / Funktionstherapie (im Zusammenhang mit Zahnersatz)

Im Zusammenhang mit Zahnersatzmaßnahmen können funktionsdiagnostische und funktionstherapeutische Maßnahmen notwendig werden, um das Zusammenspiel der neuen und alten Zähne und Kauflächen zu überprüfen. So kann sichergestellt werden, dass der Zahnersatz später optimal passt. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die hier anfallenden Kosten nicht.

Wer zahlt für Zahnersatz Kosten bei Kindern?

Bei der Kostenübernahme für Zahnersatz unterscheiden die gesetzlichen Krankenkassen nicht zwischen Kindern und Erwachsenen. Das bedeutet, dass alle Versicherten für eine teure Versorgung mit Kronen, Brücken oder Implantate von der Krankenkasse einen befundabhängigen Festzuschuss zur Regelversorgung erhalten. Implantate bei Kindern können etwa dann entstehen, wenn unter einem Milchzahn kein neuer Zahn nachkommt. Für eine Lösung müssen die Eltern hier den größten Teil der entstehenden Kosten je nach Material selbst bezahlen. Hier hilft eine Zahnzusatzversicherung, Tarife für Kinder ohne kieferorthopädische Leistungen sind übrigens sehr günstig.

Welche Zahnersatz Kosten übernimmt die Krankenkasse?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen nur die Kosten besonders wirtschaftlicher und zweckmäßiger Versorgungen mit Zahnersatz. Hier spricht man von der so genannten Regelversorgung. Material und die Ästhetik spielen für die Kassen beim Thema Zahnersatz nur eine sehr untergeordnet Rolle.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Wie kann ich meine Zuzahlung bei Zahnersatz reduzieren?

Wenn Sie das Bonusheft führen und regelmäßig beim Zahnarzt zur Kontrolle gehen, erhalten Sie einen Bonus. Die gesetzlichen Krankenkassen bezuschussen den Festzuschuss nach fünf Jahren mit 20% und nach zehn Jahren mit 30%. Zusätzlich haben Sie natürlich auch die Möglichkeit, Ihre Zuzahlungen durch eine private Zahnzusatzversicherung weiter zu reduzieren. Gute Zahnzusatzversicherungen leisten zudem auch für hochwertige Materialien, Füllungen und professionelle Zahnreinigungen.

Preis für eine ZahnkroneGeführtes Bonusheftgesetzlicher KassenzuschussIhre Kosten ohne ZusatzversicherungIhre Kosten mit einer guten Zahnzusatzversicherung
600 €bis 5 Jahre157 €443 €0 – 60 € (je nach Tarif)
600 €ab 5 Jahre189 €411 €0 – 60 € (je nach Tarif)
600 €ab 10 Jahre204 €396 €0 – 60 € (je nach Tarif)

Reduzieren Sie Ihre Zuzahlung durch eine Zahnzusatzversicherung

Mit einer Zahnzusatzversicherung können Sie die hohen Kosten für Implantate, Brücken, Kronen, Inlays, Zahnfüllung und professionelle Zahnreinigungen absichern. Vergleichen Sie in unserem Online-Rechner die Testsieger von Stiftung Warentest und finden Sie einen passenden Tarif für Ihr gesundes Lächeln:

Zahnersatz Online Rechner

Bitte geben Sie das Geburtsdatum der Person ein, die versichert werden soll. Dies ist notwendig, um eine korrekte Preisauskunft zu gewährleisten. Die Durchführung der Berechnung ist unverbindlich und kostenlos.

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Bitte geben Sie fehlende Zähne an, die nicht ersetzt sind. Nicht anzugeben sind bei dieser Frage:

  • fehlende Weisheitszähne (sog. 8er)
  • bei Kindern fehlende Milchzähne wenn zweite Zähne normal nachwachsen
  • bereits ersetzte Zähne (Brücke, Implantat, Krone o.ä.)
  • vollständiger Lückenschluss, d.h. wenn Zahnlücke durch die Nachbarzähne vollständig geschlossen wurde

Die Anzahl der fehlenden Zähnen wird von den meisten Versicherungsgesellschaften im Antrag abgefragt.

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Bitte tragen Sie die Anzahl ein, sofern in Ihrem Mund irgendwelche Zahnersatzversorgungen vorhanden sind, z.B.:

  • Kronen / Teilkronen
  • Brücken
  • Implantate
  • Inlays
  • Stiftzähne
  • Teleskopkronen
  • Teilprothesen
  • Vollprothesen
  • u.a.
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Bitte geben Sie bei dieser Frage an, ob in der Vergangenheit schon einmal eine Parodontitis-Erkrankung bei Ihnen diagnostiziert und/oder behandelt wurde.

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Bitte wählen Sie ja, wenn Behandlungen mit dem Zahnarzt geplant, von diesem angeraten oder aktuell durchgeführt werden.

  • Ersatz eines Zahnes
  • Parodontalbehandlungen
  • Wurzelbehandlungen
  • funktionsanalytische- und therapeutische Maßnahmen zur Behandlung von Kiefergelenkserkrankungen
  • die Erneuerung von bestehenden Füllungen, Kronen o.Ä.
  • die Regulierung einer Zahnfehlstellung mittels kieferorthopädischer Maßnahmen

Lediglich prophylaktische Maßnahmen, die rein vorbeugenden Charakter haben, sind bei dieser Frage nicht zu berücksichtigen.

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