Replicate Zahn – Neuartiger Zahnersatz

Replicate Zahn als neue Möglichkeit des Zahnersatzes. Genauer gesagt, handelt es sich um einen Ersatzzahn. Ein nicht mehr erhaltungswürdiger Zahn wird dabei über das sogenannte Replicate System durch einen künstlichen Zahn ersetzt. Dieser entspricht vollkommen dem Originalzahn – von der Zahnwurzel bis zur Krone. Der Ersatzzahn wird dem Patienten als Implantat mit einem minimal-invasivem Verfahren in das unveränderte Zahnfach eingesetzt. 

 

Was ist das Replicate System und ein Replicate Zahn?

Ein sogenannter Replicate Zahn ist maßgefertigt und wird somit individuell angepasst – der Zahn wird im Grunde genommen komplett nachgebaut, mit Wurzel! Der Originalzahn wird über einen physischen Abdruck und über ein dreidimensionales Röntgen erfasst und kann somit maßstabsgetreu nachgebaut werden. Beim Herausnehmen des Originalzahnes wird der Replicate Zahn direkt in die entstehende Lücke eingesetzt.

Vorteile des Replicate Zahn Systems

Zunächst eimal ist kein Bohren nötig, um den Replicate Zahn zu befestigen, da er ja wie der Originalzahn geformt ist. Die nebenstehenden Zähne müssen auch nicht angepasst und verändert werden, sondern bleiben so wie sie sind. Sie werden also nicht – wie bei einer Brücke notwendig – abgeschliffen und dadurch verändert oder gar verletzt. Die Lücke wird geschlossen, ohne wertvolle Zahnsubstanz zu verlieren.

Ein herkömmliches Implantat-Verfahren ist meistens mit schrauben- oder zylinderförmigen Zahnersatz möglich, das einen chirurgischen Eingriff notwendig macht. Hierfür sind in der Regel häufige Besuche beim Zahnarzt oder Kieferchirurgen notwendig und hat lange Einheilzeiten zur Folge. 

Beim schmerzarmen Replicate System ist dies anders. Die Entfernung des alten Zahns und das Einsetzen des Ersatzzahns erfolgt in einer einzigen Sitzung. Die Extraktionswunde wird durch den neuen Zahn komplett ausgefüllt, was die Wundheilung des Zahnfleisches und des darunter liegenden Knochens fördert. Für den Heilungsprozess wird der Zahn noch durch eine provisorische Krone mittels stabilisierender Klebeflügel mit dem Nachbarzahn verbunden. Diese dient auch als Schutz für den neuen Zahn. Die gesamte Behandlung dauert circa sechs Monate; danach ist der Zahn stabil im Kiefer verankert und die Wunde verheilt. Die provisorische Krone wird nach dieser Zeit wieder entnommen. Der neue Zahn ist dann voll belastbar.

Das Replicate System ist im Vergleich zu anderen Methoden eine sehr ästhetische Lösung für Zahnersatz. Aufgrund der naturgetreuen Nachbildung des ursprünglichen Zahns, ist nicht erkennbar, dass es sich um eine Zahnnachbildung handelt. Weitere Vorteile sind die solide Kaufunktion des Ersatzzahns und seine gute Funktionalität. 

Voraussetzung für die Anwendung vom Replicate Zahn System

Patienten haben also viele Vorteile im Vergleich zu einem gängigen Implantat. Das System kann allerdings nur angewendet werden, sofern der Originalzahn sich noch im Kiefer befindet. Das bedeutet, bei schon fehlenden Zähnen, durch einen Unfall ausgefallene Zähne oder bei andersartigem Zahnverlust, kann die Methode leider nicht angewendet werden. Der Originalzahn muss noch im Kiefer vermessen werden können, denn nur so ist es möglich, die entsprechende „Kopie“ des ursprünglichen Zahns herzustellen.

Eine weitere Voraussetzung für die Verwendung des sogenannten Replicate Zahnes ist eine ausreichend stabile Knochenstruktur des Kiefers. 

Übernimmt die GKV oder die Zahnzusatzversicherung die Kosten?

Der Replicate Zahn ist mit etwa 1.500 Euro etwas teurer als eine klassische Vollkeramik-Krone. Die gesetzlichen Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für einen Replicate Zahn nicht. Die Zahnzusatzversicherungen haben sich dazu noch nicht geäußert beziehungsweise es sind die AGBs dazu noch nicht ergänzt worden. Es scheint jedoch so, als ob man sich zumindest den gleichen Betrag wie für ein normales Implantat mit Krone erstatten lassen kann.

Eine wichtige, ergänzende Information: Dieser Artikel dient lediglich der Darstellung des oben beschriebenen Verfahrens. Die Hersteller-Firma ist nach unseren Informationen inzwischen insolvent. Die Technik ist möglicherweise an Dritte verkauft worden.

Verfasst von Sonja Zajontz
am 12. Juli 2021 unter Zahnbehandlung.