Festzuschuss, GKV oder Fissurenversiegelung

Facette

Die Facette ist ein sehr dünnes lichtdurchlässiges Plättchen aus Porzellan oder Keramik. Aufgrund der Lichtdurchlässigkeit passt sich die Facette farblich an und lässt sich vom Betrachter nicht von den umliegenden Zähnen unterscheiden. Der zu behandelnde Zahn wird hier außerdem nur minimal angeschliffen, so dass das Implantat anschließend darauf zementiert werden kann. Synonyme Bezeichnungen für Facette sind Veneer oder Verblendschale.

FAL/FT (Funktionsanalyse/Funktionstherapie)

Anhand funktionsanalytischer Maßnahmen kann der Zahnarzt gegebenenfalls Kaufunktionsstörungen diagnostizieren. Eine derartige Störung im Kausystem hat zahlreiche Möglichkeiten, sich negativ auf den allgemeinen Gesundheitszustand eines Patienten auswirken. Typische Symptome sind beispielsweise Nackenverspannungen, Kopfschmerzen, Migräne oder Tinnitus. Mittels funktionstherapeutischer Maßnahmen können derartige Störungen im Rahmen einer Bisskorrektur behoben werden. Auch im Rahmen von Zahnersatzmaßnahmen ist die Anwendung derartiger funktionsdiagnostischer Behandlungsmethoden oftmals empfehlenswert, um zu verhindern, dass es aufgrund von schlecht passendem Zahnersatz zu derartigen Kaufunktionsstörungen kommt.

Fehlstellung

Eine Fehlstellung der Zähne kann angeboren sein oder sich im Lauf der Jahre entwickeln. Die Zähne stehen dann nicht so wie sie sollen, und es kann zu verschiedensten Problemen kommen. Von erhöhtem Kariesbefall bis hin zu Tinnitus.

Festzuschuss GKV

Seit dem 1. Januar 2005 ist der Festzuschuss GKV nur noch befundbezogen und hängt deshalb ausschließlich vom Befund ab und nicht der geplanten Versorgung. Die Höhe der Erstattung orientiert sich dann an den durchschnittlichen Kosten der Regelversorgung. Von diesem Betrag zahlt die GKV dann 50%, 60% bzw. 65% in Abhängigkeit des Nachweises der Vorsorgeuntersuchungen durch das Bonusheft. Für den verbleibenden Restbetrag muss der gesetzlich Versicherte selbst aufkommen, sofern er nicht über eine Zahnzusatzversicherung verfügt, die diese Leistungen übernimmt.

Fissuren

Als Fissuren werden in der Zahnmedizin die natürlichen Furchen des Zahnschmelzes bezeichnet, über welche alle Seitenzähne verfügen. Kein Mensch ist mit ganz glatten Kauflächen ausgestattet. Bleibende Zähne brechen mit einem individuellen Relief aus Fissuren und Hügeln durch den Kiefer, die erst im weiteren Verlauf durch die Stellung der umliegenden Zähne geprägt werden. Problematisch können quer wie auch längs verlaufende Fissuren sein, da sie sich schnell in schwer zu reinigende Sammelgruben für Mikroorganismen verwandeln können.

Fissurenversiegelung

Bei der Fissurenversiegelung handelt es sich meistens um eine vorbeugende Maßnahme zur Verhinderung von Kariesbefall der Zähne. Da sich Zahnbeläge aus den Fissuren (s.o.) oft nur schwer entfernen lassen, kommt es hier besonders leicht zur Entstehung von Karies. Um die Ansiedlung von Zahnbelägen weitgehend zu verhindern, werden diese Fissuren mit Kunststoff, dem so genannten Komposit aufgefüllt, was zusätzlich das Zähneputzen in diesen Bereichen erleichtert. Die Fissurenversiegelung dient sowohl zur Prophylaxe als auch zum Beheben bereits vorhandener kleinerer Schäden am Zahn und gehört zum Standardrepertoire eines jeden Zahnarztes.

Fluoridierung

Die Fluoridierung ist eine Maßnahme, um die Anfälligkeit gegen Karies zu vermindern. Die Zugabe von Fluorid in speziell entwickelten Zahncremes o.Ä. wie beispielsweise Elmex-Gelee, kann auch zur Minderung der Sensibilität von freiliegenden Zahnhälsen beitragen.

In der Regel führt der Zahnarzt vor einer Fluoridierung eine professionelle Zahnreinigung durch, bevor er im Rahmen einer Parodontitis- und Karies-Prophylaxe eine Art Vorbeugungsschutz der Zähne vornimmt. Gemeinsam mit dem Zahnarzt können Risikopatienten dann die weitere Vorgehensweise individuell festlegen. Zur Auswahl stehen Lacke, Gele oder Lösungen mit höherer Fluoriddosis und antimikrobiellen Mitteln, um die Behandlung durchzuführen. Einige dieser Mittel sind sogar verschreibungspflichtig.

Frontzähne

Als Frontzähne werden die beiden mittleren Schneidezähne und die beiden seitlichen Schneidezähne im oberen und im unteren Kiefer bezeichnet. Sie dienen dem Abbeißen der Nahrung, sind relativ scharf und liegen im vorderen Bereich des Kiefers. In unserer Kultur gehören die Frontzähne auch deshalb zu den wichtigsten Zähnen, weil ihre Beschaffenheit und ihr äußeres Bild auch sehr stark das Aussehen eines Menschen bestimmen. Beim Anblick schöner, gesunder Frontzähne schließen wir auch auf einen gesunden Menschen.

Full-Mouth-Therapy / Full-Mouth-Desinfection
antiseptische Therapie / Desinfektion der Mundhöhle

Die Full-Mouth-Therapy / Full-Mouth-Desinfection kommt bei der herkömmlichen Parodontitis Therapie zum Einsatz und erfolgt in mehreren Sitzungen, die sich über einige Wochen erstrecken. Unter dieser Behandlung versteht man eine antiseptische Therapie, bzw. die Desinfektion der Mundhöhle, denn durch die in der Mundhöhle vorhandenen Bakterien kann es innerhalb kürzester Zeit zu einer Neu-Infektion der bereits behandelten Taschen kommen. Um dem vorzubeugen, wird die Taschenbehandlung (Cürettage) normalerweise in nur ein bis zwei Sitzungen durchgeführt. Außerdem soll durch Reinigung der Zunge und wiederholte Spülungen der Mundhöhle bzw. der Parodontien mit chlorhexidinhaltigen Präparaten die Zahl der Parodontalkeime verringert werden.

Füllung

Die Behandlung eines Lochs im Zahn läuft in der Regel folgendermaßen ab: Der Zahnarzt bohrt zunächst fein säuberlich die befallene Stelle aus und desinfiziert sie anschließend gründlich. Anschließend wird das entstandene Loch mit einer Füllung aus Amalgam oder Kunststoff gefüllt. Handelt es sich um einen größeren Defekt, stehen oft auch hochwertigere Inlays aus Gold oder Keramik für eine Füllung des Zahnes zur Wahl.