Bleaching, Brücke oder Bonusheft

Backenzähne

Als Backenzähne werden die Zähne hinter den Eckzähnen bezeichnet. Sie tragen die Nummern 4 bis 7.

Bakterien

Bei Bakterien handelt es sich um einzellige Mikroorganismen, die sich, im Gegensatz zu Viren, selbständig durch Zellteilung vermehren können. Sie bilden eine der drei Domänen, in welche alle aus Zellen bestehenden Lebewesen eingeteilt sind. Einige Bakterien übernehmen im menschlichen Körper viele nützliche Aufgaben, doch bei einer vorliegenden Schwächung des Immunsystems können sie schnell überhand nehmen und bisweilen großen Schaden anrichten.

Belag

Oft wird der Zahnbelag auch als Plaque bezeichnet. Zahnbelag besteht in der Regel aus Speichel, Bakterien und Nahrungsresten und ist mitunter eine der Hauptursachen für Karies und Zahnfleischentzündungen. Durch den Einfluss von Nikotin, Tee, Kaffee oder Wein verfärbt sich der Zahnbelag unschön gelblich.

BEL

Die Abkürzung BEL steht für Bundeseinheitliches Verzeichnis der abrechnungsfähigen zahntechnischen Leistungen. Hier sind die zulässigen Höchstpreise festgesetzt, weshalb es als Basis für die Abrechnung mit den gesetzlich versicherten Patienten gilt. Die Höchstpreise wurden zwischen den kassenzahnärztlichen Vereinigungen der einzelnen Bundesländer und den Krankenkassen vereinbart und sind deshalb für alle Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen verbindlich.

Neben dem BEL gibt es noch die Bundeseinheitliche Benennungsliste für zahntechnische Leistungen, kurz BEB, die vom Verband deutscher Zahntechniker-Innungen herausgegeben wird. Hier sind alle denkbaren Labor Leistungen aufgelistet und mit kalkulatorischen Zeitwerten versehen. Im Bereich der privatzahnärztlichen Behandlung steht es dem zahntechnischen Labor frei, die Leistungen auf der Grundlage der BEB zu berechnen.

BEMA

Die Abkürzung BEMA bezeichnet den Bewertungsmaßstab für zahnärztliche Leistungen. Hier sind die zulässigen Gebühren aufgeführt. Er dient als Grundlage für die Abrechnung der Zahnärzte mit den gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV). Die Leistungen an Privatpatienten hingegen werden nicht auf Grundlage des Bewertungsmaßstabs zahnärztlicher Leistungen abgerechnet, sondern richten sich nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ).

Bissanomalie

Von einer Bissanomalie ist die Rede, wenn die Zähne von Ober- und Unterkiefer nicht korrekt in einander passen. Hier gibt es verschiedene Prägungen: Liegen die oberen Schneidezähne vor denen des Unterkiefers, spricht man von Deckbiss. Liegt der Oberkiefer hinter dem Unterkiefer, spricht man von Unterbiss oder Mesialbiss. Umgekehrt spricht man vom Distalbiss. Weitere Arten von Bissanomalien sind der offene Biss, der tiefe Biss sowie Progenie. Hierbei kann es zu Zahnlücken oder Zahnfleischverletzungen kommen.

Bissflügelaufnahme

Bei der Bissflügelaufnahme handelt es sich um ein spezielles Röntgenverfahren aus der Zahnmedizin. Der Patient beißt hierbei auf einen so genannten Zahnfilm, der über kleine Seitenflügel verfügt. Während diese Technik der Röntgenaufnahme für den Bereich des vorderen Mundraumes ungeeignet ist, erzielt der Zahnarzt mit der Bissflügelaufnahme für den Bereich der seitlichen Zähne gute Aufnahmeergebnisse. Diese lassen eventuellen Kariesbefall oder die Zerstörung von Kieferknochenmaterial erkennen.

Bleaching

Bleaching (engl. für Bleichen) bezeichnet die chemischen Prozesse der Zahnaufhellung, die lediglich zum äußeren Erscheinungsbild der Zähne beitragen, jedoch keine medizinische Bedeutung aufweisen. Die durch Schönheitsideale geprägte Gesellschaft legt Wert auf helle, weiße Zähne. Das sogenannte „Home Bleaching“ kann vom Patienten selbst durchgeführt werden. Speziell im Labor hergestellte Peroxid Verbindungen werden auf Schienen für mehrere Stunden auf die betroffenen Zähne aufgetragen. Das „Power Bleaching“ wird in der Arztpraxis durchgeführt, wobei ein spezielles Gel mit intensiven Bleachinglampen bestrahlt wird.

Bonecondensing

Der Begriff Bonecondensing stammt aus dem Englischen und bedeutet Knochenverdichtung. Mitunter ist durch eine zu geringe Knochendichte der Implantaterfolg gefährdet. Dann besteht die Möglichkeit, anhand von Spezialinstrumenten (Osteotomen) die Knochenkavität („Loch im Kieferknochen“) soweit aufzubereiten, dass eine ausreichende Dichte für ein Implantat erreicht wird.

Beim Bonecondensing handelt es sich also um eine Methode zur Vorbereitung des Implantatbettes zum Einbringen eines Implantats. Der Einsatz so genannter Kondensatoren oder Osteotome ermöglicht eine Verdichtung des Übergangs vom Knochen zum Implantat. Zum einen soll so eine Verbesserung der Stabilität des Implantats erreicht werden. Außerdem ist das Bonecondensing schonender für die umliegenden gesunden Knochenpartien. Diese Behandlungsmethode hat sich seit den 90-er Jahren im klinischen Alltag etabliert.

Bone-Splitting

Der englische Begriff Bone-Splitting bezeichnet eine Knochenspreizung. Hierbei wird der Kieferknochen mit einer Fräse bis in die Tiefe der vorgesehenen Implantation gespalten und nach buccal und palatinal bzw. lingual und vestibulär keilförmig aufgedehnt. Dank dieser Methode können die Voraussetzungen für den Einsatz von Implantaten erheblich verbessert werden, da sie für Vergrößerung des Zahnknochens sorgt. Zwischenräume werden mit Knochenersatzmaterial oder an anderer Stelle gewonnenen Knochenteilchen geschlossen. Der Heilungsprozess nach einem solchen Eingriff kann bis sich über einen Zeitraum von bis zu vier Monaten hinziehen.

Bonding

Bei den so genannten Bondings handelt es sich um Zahnhalsfüllungen, die bei der Korrektur kleinerer Defekte wie z.B. Absplitterungen an den Schneidezähnen zum Einsatz kommen. Dabei ätzt der Zahnarzt den Zahnschmelz kurz an und bestreicht dann die zu behandelnde Stelle mit Kunststoff. Aufgrund der verhältnismäßig geringen Kosten (ab ca. 80 Euro) sind Bondings eine häufig gewählte Alternative zu den teureren Veneers, speziell bei kleineren Defekten der Frontzähne.

Bonusheft

Das Bonusheft ist ein von den gesetzlichen Krankenversicherung herausgegebenes Nachweisheft, welches für jeden GKV-Versicherten beim Zahnarzt kostenfrei erhältlich ist. Hier werden sämtliche Kontrolluntersuchungen, die mindestens einmal jährlich stattfinden sollten, eingetragen und abgestempelt. Bei regelmäßigen Eintragungen im Bonusheft erhält der Patient einen höheren Zuschussanspruch auf Zahnersatz von der Krankenkasse. Wird das Bonusheft über einen Zeitraum von fünf Jahren regelmäßig geführt, liegt der Zuschuss bei 60%, bei zehn Jahren sogar bei 65% der für eine Regelversorgung gesetzlich festgelegten Zuschüsse.

Bracket

Als Bracket werden die im Bereich der Kieferorthopädie gebräuchlichen Befestigungselemente bezeichnet, die für feste Zahnspangen vorgesehen sind. Durch spezielle Klebetechniken werden die Brackets an der Oberfläche des Zahnes befestigt und stellen somit den Ausgangspunkt für die Bewegung der Zähne bei festen Zahnspangen dar. Besonderes Merkmal der Brackets sind die Vorrichtungen für Bögen, welche die Zahnspange letztlich zusammenhalten. Diese wird auch als Slot bezeichnet.

Bruxismus

Bruxismus ist der zahnmedizinische Terminus für das meist nächtliche und durch Stressphasen vermehrte Zähneknirschen und Aufeinanderpressen der Zähne. Die unbewusste Aktivität der Kaumuskulatur führt dazu, dass die Zähne erheblichen Belastungen ausgesetzt werden, was erhebliche Schädigungen des Zahnschmelzes zur Folge haben kann. Auch Kiefergelenkschäden können aufgrund der Dauerbelastung nicht ausgeschlossen werden. Mit Hilfe spezieller Aufbiss Schienen kann dem Zahnverschleiß durch Bruxismus allerdings entgegengewirkt werden.

Brücke

Bei einer Brücke handelt es sich um eine Art festsitzenden Zahnersatzes, um Lücken aufgrund fehlender Zähne zu schließen. Für die klassische Brücke werden zwei Pfeilerzähne benötigt, um diese einsetzen zu können. Durch die so genannten Brückenanker u.a. aus Edelmetall wird sie an den vorhandenen Zähnen befestigt. Um als Halterung für die Brücke dienen zu können, müssen diese vor dem Einsetzen der Brücke angeschliffen werden. Der fehlende Zahn wird dann durch ein Brückenglied in Form eines Zahnes ersetzt und ist fest mit den Brückenankern verbunden. In der Regel wird die Brücke mit einer zahnfarbenen Keramikmasse überzogen, um die Optik eines echten Zahnes zu erzeugen.

Bundeszahnärztekammer

Die Bundeszahnärztekammer, kurz BZÄK ist die Berufsvertretung aller deutschen Zahnärzte auf Bundesebene. Mitglieder der BZÄK sind die einzelnen Zahnärztekammern der verschiedenen Bundesländer. Aufgabe der BZÄK ist es, die gesundheits- und professionspolitischen Interessen des zahnärztlichen Berufsstandes zu vertreten und dabei die Interessen des Gemeinwohls ebenfalls zu berücksichtigen . Als oberstes Ziel gibt die Bundeszahnärztekammer den Einsatz für ein freiheitliches, zukunftsorientiertes Gesundheitswesen, das den Patienten in den Mittelpunkt stellt an.

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